Der
Film:
Als der jüdische Zahnarzt Morduch Halsman am 10. September 1928
bei einer Wanderung ums Leben kommt, fällt der Verdacht schnell
auf seinen Sohn Philippe. Die zu dieser Zeit bereits mächtigen
Nationalsozialisten wollen an Philippe ein juristisches Exempel über
das verdorbene Judentum statuieren. Obwohl viele Beweise gegen die
Schuld von Philippe sprechen, wird dieser verhaftet und angeklagt.
Ein spektakulärer Indizienprozess in Innsbruck sorgt weit über
die Grenzen Österreichs hinaus für Aufsehen...
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Was
für eine Geschichte! Sigmund Freud persönlich verbat den
Anklägern per Telegramm seine völlig falsch verstandenen
Theorien vom Oedipus-Komplex gegen den Angeklagten zu verwenden.
Der Kopf des ermordeten Vaters diente vor Gericht als Beweismittel,
wurde danach in der Innsbrucker Gerichtsmedizin eingelagert und
erst 1991 am selben Ort wie der übrige Leichnam bestattet.
Der Angeklagte Phillipe Halsman wurde zunächst schuldig gesprochen,
dann vom Österreichischen Ministerpräsidenten begnadigt
aber zugleich des Landes verwiesen. In den USA machte Phillipe Halsman
als Fotograf für das “Life“-Magazin Karriere, unvergessen
sind seine Jump Pictures für die er Prominente wie Marilyn
Monroe oder Albert Einstein hochspringen ließ und dabei fotografierte.
Joshua
Sinclair verschenkt in seinem betulich erzählten Film “Jump
- Sprung in die Ewigkeit“ fast komplett das Potential der wahren
Geschichte. Erst die Texttafeln vor dem Abspann machen dem Zuschauer
klar, was sich seinerzeit für Ungeheuerlichkeiten im ersten
durch die Nazis beeinflussten Prozess gegen einen Juden zugetragen
haben. Die britisch-österreichische Co-Produktion hingegen
überrascht eher durch ihre seltsame Besetzung. Neben “Dirty
Dancer“ Patrick Swayze agieren u. a. Heinz Hoenig, Wolfgang
Fierek und Sybil Danning.
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