Der
Film:
Eliane Richter bittet den Maler Max Hollander um ein Porträt ihrer
beiden Kinder: Der 22-jährigen Lilli, einer talentierten Tanz-Studentin,
und des 19-jährigen Alexander, der sich vor einem knappen Jahr umgebracht
hat. Lilli geht zunächst lustlos zu den Sitzungen im Studio von Max,
der schnell merkt, dass sie in großen emotionalen Schwierigkeiten
steckt. Am Ende hat das Bild der Geschwister wenig mit dem zu tun,
was sich Eliane ursprünglich erhoffte...
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Am
Schluß von "Im
Winter ein Jahr"
schießt die oscarprämierte Regisseurin Caroline Link
(“Nirgendwo in Afrika“)
mit einer penetrant in Szene gesetzten Parallelmontage und einem
Hauch Mystik etwas über das Ziel hinaus. Auch die Rolle des
Künstlers als Seelenklempner wird etwas überstrapaziert
und nicht glaubhafter wenn der Kreativling auch noch selber therapiebedürftig
ist.
Doch diese Makel werden locker ausgeglichen durch die kammerspielartigen
Szenen im Maleratelier, die von großer Intensität und
Spannung sind. Josef Bierbichler als scheinbar in sich ruhender
Künstler und Karoline Herfurth, die als Lili ihre Sensibilität
hinter einer provokanten Rotzigkeit versteckt, sind die absolute
Traumbesetzung. Auch die Rollen der nicht mehr miteinander glücklichen
Eltern sind bei Corinna Harfouch und Hanns Zischler in den besten
Händen. Caroline Link gelang einmal mehr ganz großes
Kino.
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