Der
Film:
Nachdem die junge Sabine Prohaska erfährt, dass sie ungewollt schwanger
ist, fasst sie schweren Herzens den Entschluss, eine Abtreibung vornehmen
zu lassen. Als der Arzt Dr. Behrens den Eingriff verweigert, sucht
sie verzweifelt Frau Woitke auf, die mit fragwürdigen Methoden eine
illegale Abtreibung vornimmt. Wenig später stirbt Sabine an dem Eingriff.
Die Polizei findet bei Sabines Leiche eine Serviette mit Dr. Behrens
Adresse. Der schuldlose Arzt landet schließlich vor Gericht. Während
der Verhandlung kommt heraus, dass der Arzt bereits in einigen weiteren
Fällen Abtreibungen vorgenommen hat...
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Wer bei diesem 1962 in der Bundesrepublik
entstandenen Film (dessen Vorspann auf dieser DVD seltsamerweise
in englischer Sprache vorliegt) ein flammendes Plädoyer gegen die
Abtreibung erwartet, wird angenehm enttäuscht. Schon fast zu sachlich
(“auf 1000 Geburten kommen 200 Abtreibungen) schildert der Film
unterschiedliche Fälle, die Frauen dazu bringen können einer Abtreibung
zuzustimmen.
Nur einmal als das junge Paar zur
von Bert Drews gespielten Engelmacherin fährt kommt eine etwas andere
Stimmung auf. Fast schon im Stile eines Edgar-Wallace-Filmes wird
gezeigt wie die im Hinterzimmer eines Gasthofs operierende Pfuscherin
arbeitet. Doch insgesamt ist “Ich kann nicht länger schweigen“ eine
zwar gelegentlich etwas trockene aber dafür relativ objektive Auseinandersetzung
mit einem nach wie vor höchst brisanten Thema.
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