Die
Serie:
Seit 1983 reist Franz Xaver Gernstl
mit einem kleinen eingeschworenen Team im Kleinbus durch die Lande.
Er hat dabei ein Gespür im Auffinden von ungewöhnlichen
Zeitgenossen entwickelt und lässt sich gerne deren Sicht der
Dinge erklären. Gernstl lässt die Lebenskünstler und
Individualisten nicht nur ausreden, sondern verkneift sich hämische
Kommentar oder gar ein verbales Nachtreten.
Das
Konzept von Gernstls neuer Reise ist ebenso simpel wie spannend.
Gemeinsam mit Kameramann HP Fischer und Tonmann Stefan Ravasz begibt
er sich auf Deutschlandreise, von Sylt nach Sylt, einmal links herum
um die Republik. Untermalt von Haindlings entspanntem Soundtrack
erkunden sie das Land entlang und beidseitig der 3.621 Kilometer
langen Grenze zu seinen neun Nachbarländern. Wer glaubt, dass
nur Fernreisen den Horizont erweitern, wird hier sein blaues Wunder
erleben.
Es gibt zwar auch die ständig wechselnde Landschaft zwischen Friesland, Schwarzwald, Bodensee, Alpen und Sächsischer Schweiz zu bewundern, doch der Hauptreiz bei “Gernstls Deutschlandreise“ sind Menschen, die das kleine Team trifft und besucht. Ein junger Mann versucht auf Wanderschaft vom Verkauf seiner Alltags-Daumenkinos zu überleben. Ein Angler mag nur Fleisch. Ein Rentnerpaar lebt nur für die Sammlung von angehäuften Motorrädern. Eine Märchenoma, die keine glückliche Kindheit hatte, füllt kleine Häuschen mit selbstgebastelten Fabelgestalten um die Landjugend zu erfreuen. Immer stellt sich die Frage ob sein Spleen den Menschen im Weg steht oder sein dadurch Leben erst richtig lebenswert wird.
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