Der
Film:
Dieser komplett in England gedrehte TV-Film aus dem Hause HBO
erzählt vom ersten Hollywood-Abenteuer des Wunderkindes Orson Welles.
Im Alter von 24 Jahren soll dieser gefeierte Theater- und Radio-Mann
seinen ersten Kinofilm drehen. Das Studio RKO hätte am liebsten eine
Filmversion seines Hörspiels “Kampf der Welten“, das so realistisch
ausfiel, dass die halbe Nation an eine Invasion von Marsmenschen glaubte.
Doch Welles schwebte etwas völlig anderes vor.
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Auf
einer Party traf er auf den Zeitungsmoguls William R. Hearst und
da dieser ihm herzlich unsympathisch war, beschloss er unter dem
Titel “Citizen Kane“ eine kaum verschlüsselte Filmbiographie
über diesen mächtigen Mann zu drehen. Als Hearst dies mitbekam,
unternahm er alles um das Filmprojekt zu stoppen. Als ihm dies nicht
gelang, versuchte er den Film für 800.000 Dollar zu kaufen um die
Aufführung zu verhindern, was ihm fast gelungen wäre. Der TV-Film
hat als Schlußpointe eine Szene in der Welles Hearst Freikarten
für die Premiere von “Citizen Kane“ anbietet. Als dieser
ablehnt, meint Welles: “Kane hätte sie genommen!“
“Die Legende - Der Kampf um Citizen Kane“ erzählt sicher
nicht die absolute Wahrheit über die Entstehung jenes Filmes, der
seit seiner Entstehung beständig die Liste der Meisterwerke des
Kinos anführt. Welles meinte später, dass er mit der Figur des Charles
Foster Kanes nicht nur auf Hearst anspielte, sondern die Biografien
zahlreicher Männer – darunter auch Howard Hughes – vermengte. Der
TV-Film ist ein nicht nur in den Hauptrollen mit Liev Schreiber
als Welles und James Cromwell als Hearst bestens besetztes tragikomisches
Biopic.
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