|
Der
Film:
Das waren noch Zeiten, als die deutschen Filmtitel-Schmiede ihrem
Schöngeist so richtig Zucker geben durften. So wurde der schlichte
englische Titel “The Gorgon“ sehr viel malerischer zu “Die
brennenden Augen von Schloss Bartimore“ eingedeutscht. Völlig
unpassend war dies nicht, denn Gorgonen wie z. B. Medusa sind in
der griechischen Mythologische Wesen mit Schlangenhaaren, deren
Blick (bzw. brennenden Augen) Betrachter zu Stein erstarren lässt.
| |
 |
|
| |
Jemand
wie Medusa mag vielleicht nicht unbedingt in jenes deutsch angehauchte
Karpaten-Europa passen in dem die atmosphärischen Farbfilme
der britischen Hammer-Studios bereits recht eigenständige Versionen
der Horror-Mythen um Dracula und Frankenstein ansiedelten. Doch
dem aus Regisseur Terence Fisher sowie den Darstellern Christopher
Lee und Peter Cushing bestehenden Dream-Team gelang einmal mehr
ein Schauerstück der Extraklasse, dass auch noch gewaltig davon
profitiert, dass es hier zur Abwechslung einmal nicht um vertraute
Monster wie Vampire, Mumien oder lebende Leichname geht.
Parallel
zu “Die brennenden Augen von Schloss Bartimore“ präsentiert
Sony auch noch zwei weitere Hammer-Klassiker: “Ein Toter spielt
Klavier“ überrascht mit einem ungewöhnlichen Ende
und “Schlag 12 in London“
erzählt eine eigenständige Version der Geschichte von
Dr. Jekyll und Mr. Hyde.
|