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Der
TV-Film:
Konrad Hansen (Mario Adorf) ist einer vom alten Schlag: Das Herz
des Patriarchen ist mindestens genauso groß wie sein Ego.
Er möchte sich eigentlich langsam in den Ruhestand verabschieden
und über gibt die Führung seiner traditionsreichen Lübecker
Marzipanfabrik an seinen Sohn Lars, der sich als Global Player
versteht, was Neid bei dessen bodenständigeren Bruder Sveb
weckt. Doch plötzlich kommt raus, dass chinesische Produktpiraten
die streng gehütete Rezeptur des Hansen-Marzipans perfekt
imitiert haben...
Zur Finanzierung von TV-Filmen ist die DVD-Veröffentlichung mittlerweile
eine wichtige Einnahmequelle. Daher kommt wenige Tage nach der
Ausstrahlung – die ARD zeigte beide Teile von “Der letzte
Patriarch“ am selben Tag gleich hintereinander – der Film
in die Mediamärkte. In den Hauptrollen sind die Publikumslieblinge
Mario Adorf und Hannelore Elsner zu sehen.
Adorf spielt seine spätestens seit Dieter Wedels “Der
große Bellheim“ patentierte Rolle eines sich eigentlich schon
im Ruhestand befindlichen grauhaarigen Alpha-Tiers, das noch einmal
zeigen kann, was in ihm steckt. Dabei werden allerlei Klischees
bedient. In Lübeck heißt man Hauke, Malte oder gleich Ole Lüders
und produziert den ganzen Tag Marzipan, während in Shanghai alles
von der Partei gesteuert wird und an den Wänden Bilder von Mao
hängen. Wer sich jedoch auf “Der letzte Patriarch“ einlässt,
wird schon aufgrund der großen Schauwerte (wegen dezenter china-kritischer
Untertöne wurde in Singapur gedreht) und der sympathischen Hauptdarsteller
am Ball bleiben.
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