Der Film:
Nachdem das etwas zu rabiate Fantasy-Werk "Taran
und der Zauberkessel" zwar tricktechnisch überzeugte, aber
ansonsten keineswegs die Erwartungen an einen Disney-Zeichentrickfilm
erfüllte, besann sich die nach dem Tode ihres Gründers etwas unentschlossene
Company auf ihre besten Tugenden. "Basil - Der große Mäusedetektiv"
wurde zu einem großen Vergnügen. Der Film hat zunächst die liebenswerte
Behäbigkeit der alten Meisterwerke und nimmt sich die Zeit seine Figuren
vorzustellen. Doch das Tempo zieht dann an und mündet in einem computeranimierten
Finale, das auch heute noch überzeugen kann.
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Held
ist mal wieder eine Maus. Diese wohnt in der Baker Street 221 und
trägt nicht ohne Grund den Namen Basil, denn Basil Rathborne war
der bekannteste Sherlock Holmes-Darsteller. (In der Originalfassung
ist Rathbornes Stimme auch kurz zu hören, wenn der Schatten des
Meisterdetektivs zu sehen ist.) Besagte Maus lebt also im Jahre
1897 in Sherlock Holmes Wohnung und ist ebenfalls ein brillanter
Detektiv. Im Laufe des Filmes muss Basil nun ein Komplott des verruchten
Professor Rattenzahns vereiteln. Auch hier lohnt die Originalfassung,
denn Rattenzahn bzw. Ratigan wird hier von der Horrorlegende Vincent
Price gesprochen.
Ein
weiterer Pluspunkt ist der lässige Soundtrack von Henri Mancini.
Für den "Pink Panther"-Komponisten
war dies sein erster Zeichentrickfilm, den er komplett vertonte.
Trotzdem ist "Basil" kein Musical. Der Film enthält lediglich
drei sinnvoll eingesetzte (und sehr schwungvolle) Lieder und konzentriert
sich ansonsten auf seine temporeiche Detektivgeschichte. Zwar war
der Film seinerzeit kein gewaltiger Erfolg an der Kinokasse, doch
trotzdem handelt es sich um ein zeitloses Trickfilm-Juwel.
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