Der
Film:
Julia Roberts agiert diesmal
als Kiki, die zunächst etwas unscheinbare Schwester eines zickigen
Filmstars, der von Catherine Zeta-Jones gespielt wird. John Cusack
ist ihr Dauerfilmpartner und kurz vor der Trennung stehenden Ehemann.
Hank Azaria (vor allem bekannt als Sprecher der meisten "Simpsons"-Nebenfiguren,
z. B. Apu) spielt den Scheidungsgrund und zugleich die köstliche Karikatur
eines Macho-Spaniers. Dann gibt es noch Christopher Walken als unberechenbarer
durchgeknallter Starregisseur, der seinen neuen Film sofort der Presse
zeigen möchte, Seth Green (Oz aus "Buffy")
als verschüchterter Filmbranchen-Novize und in einem kleinen Auftritt
Alan Arkin als New Wave-Guru.
Nicht zu vergessen ist natürlich
noch Drehbuchautor Billy Crystal, der über allem thront und trotzdem
manchmal angewidert ist, wenn jemand noch zynischer als er selbst
ist. Ferner sollte noch erwähnt werden, dass Kiki gerade 30 Kilo
abgenommen hat und heimlich in den Noch-Ehemann ihrer Schwester
verschossen ist.
Bei
dieser Besetzung und diesem Thema kann eigentlich nicht allzu viel
schief gehen und vieles geht dann auch tatsächlich gut. Billy Crystal
feuert seine Pointen so zielsicher ab, als moderiere er gerade eine
weitere Oscar-Verleihung. Catherine Zeta-Jones zickt gekonnt (und
möglicherweise recht authentisch) herum. Der begnadete Christopher
Walken macht in seinem kurzen aber prägnanten Auftritt am Anfang
des Filmes dann auch tatsächlich gespannt auf sein neustes Machwerk.
Das war's dann aber auch schon. Julia Roberts und John Cusack wirken
in ihren Rollen zwar (wie meistens) recht sympathisch, liefern aber
ansonsten nur Standartleistungen und lassen den Zuschauer nicht
wirklich mitfiebern ob sie sich am Ende nun kriegen oder nicht.
Gerade Cusacks Wutausbrüche wirken eher geschauspielert und verblassen
hinter seinen Leistungen in "Der Volltreffer"
oder "High Fidelity".
So ist "America´s Sweethearts" ganz sicher kein
schlechter Film, aber er unterhält eher in gelungen Einzelszenen
als im großen Ganzen
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