Der
Film:
Admiral Alexander Wassiljewitsch Koltschak (Konstantin Khabenskij)
ist während des Ersten Weltkrieges der beste Mann der russischen
Marine. Auf seinem Weg an die oberste Riege der Marinebefehlshaber
trifft er bei einem Bankett die schöne Anna Timireva (Elizaveta
Boyarskaya) und verliebt sich unsterblich in sie. Daran können
weder seine eigene Ehefrau, noch die Tatsache, dass Anna die Gemahlin
eines Untergebenen ist, etwas ändern. Selbst als die Oktober-Revolution
das Zarenreich überrollt und Koltchak als Oberbefehlshaber der
Weißen Armee im fernen Sibirien einen aussichtslosen Kampf gegen
die Rotgardisten führt, ist Anna an seiner Seite...
| |
 |
|
| |
Das
2008 entstandene russische Epos “Admiral“ orientiert sich
am tatsächlichen Leben von Alexander Koltschak und ist fast
schon so etwas wie das Gegenstück zu Sergej Eisensteins Revolutionsfilm-Klassiker
“Panzerkreuzer Potemkin“.
Die Sympathien der Filmemacher sind eindeutig auf der Seite des
religiösen (aber dennoch als Ehebrecher tätigen) zaristischen
Admirals. Die revolutionären Matrosen wirken gegen die zackige
Hauptfigur wie lumpige Emporkömmlinge und wenn Koltschak zum
Kampf gegen die Rotgardisten aufruft, knien die Massen nieder und
die russischen Flaggen flattern im Wind.
Erzählstruktur
von “Admiral“ und die Darstellung der russischen Revolution
als Naturgewalt unter der die ohnehin schon stark geprüften Liebenden
schwer zu leiden haben, lässt an David Leans in der UdSSR verbotenen
Klassiker “Dr. Schiwago“ denken oder hätte auch gut in
einen Hollywood-Film aus der Zeit des Kalten Krieges gepasst. Doch
das alles hat nicht nur Nachteile. Konstantin Khabenskiy überzeugt
als pflichtbesessener Marineoffizier und Elizaveta Boyarskaya ist
eine mehr als reizende Versuchung. In Sachen inszenatorischer Wucht
und Aufwand reicht “Admiral“ schon fast an James Camerons
“Titanic“ heran. Noch nie wurden die Kämpfe zwischen feindlichen
Schlachtschiffen so dynamisch und mitreißend in Szene gesetzt wie
hier ohne dabei zu verschweigen, dass Soldatentum ein verdammt blutiges
Handwerk ist.
|