Im Prolog dieser
Geschichte verliert die junge Russin Anna unter tragischen Umständen ihren
Liebhaber und ihre Nase. Gemeinsam mit Zigeunern reist sie bis in die Bretagne
und lernt dort drei Menschen kennen, die die Rettung eines vom Zerfall bedrohten
Tierpark zu ihrer Lebensaufgabe gemacht haben. Hierbei handelt um den Arzt
Célestin, seine Adoptivtochter Manon und den Bildhauer Buggy, der ein kaum
verheimlichtes Verhältnis mit der noch sehr jungen Manon hat. Anna bleibt bei
dem Trio und geht ebenso stark in der verantwortungsvollen Arbeit auf. Doch der
sich ankündigende Erste Weltkrieg bedroht die Lebensgemeinschaft.
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Nur sehr selten gelang es einem
Comic seinen Leser so vollkommen durch Erzählung und Bilder in seinen
Bann zu ziehen. So wird es richtig nachvollziehbar, wie alle Tiere
des Zoos sich ganz gewaltig sträuben, als eine von den Tierstaturen
des Bildhauers Buggy an einen Sammler verkauft und vom Gelände transportiert
wird. Auch für Manons Versuche Anna durch Farben und Musik den Geruchssinn
zu ersetzten findet der Comic ungewöhnlich visualisierte Ideen.
Frank, dessen ebenfalls sehr empfehlenswerte Serie "Jonas
Valentin" bei uns zum Glück wieder neu aufgelegt
wurde, macht durch seine Zeichenkunst auch noch das kleinste Panel
zu einem Hochgenuss. Bonifays Geschichte sorgt für eine seltsam
schwirrende Atmosphäre auch dadurch, dass Dialoge nur dort einsetzt
werden, wo sie unbedingt nötig sind. Die aus drei Teilen bestehende
Serie erhielt 1996 in Erlangen den "Max-und-Moritz-Preis",
erschien zunächst beim Splitter Verlag, Carlsen brachte dann die
komplette Serie heraus.
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