Einige
Jahre sind ins Land gezogen seit die junge Sayuri von zu Hause wegrannte
und nicht nur bei der ehrgeizigen Band "Prussian Blue" als
Sängerin einstieg, sondern auch noch in deren Männer-WG
zog. Damals teilte sie das Bett mit Yuri, der immer noch darunter
litt, dass seine Mutter und sein Vater so früh verstorben sind
und überhaupt nicht verstehen konnte, dass Sayuri den Kontakt
zu ihren Eltern völlig abgebrochen hat.
Christina Plakas "Prussian
Blue" war der erste große Erfolg einer in Deutschland
entstandenen Manga-Serie. Zunächst erschien die Serie in Carlsens
Manga-Mädchenmagazin "Daisuki"
und wurde dann als Taschenbuch veröffentlicht. Die Fortsetzung
(und eine Neuauflage des ersten Bandes) erscheint unter dem Titel
"Yonen Buzz" beim Verlag Tokyopop und die Band heißt
dort künftig "Plastic Chew" (weil es in den USA ein
rechtsradikales Gesangsduo namens "Prussian Blue" gibt).
Die Fortsetzung erzählt wie
Sayuri mittlerweile Musik studiert und angeblich daher häufig
bei den Proben fehlt. In Wirklichkeit meidet sie den Kontakt zu
Yuri, der anscheinend ein Verhältnis mit dem ehemaligen Sänger
der Band hat, während Sayuri gelegentlich mit einer Kommilitonin
rummacht. Zwischenmenschlich bleibt es also ziemlich kompliziert
und auch das Musikgeschäft ist nicht ohne Tücken...
Die Entwicklung dieser Serie beweist
wie wichtig es ist jungen Comickünstlern Zeit einzuräumen,
damit sie sich entwickeln können. Christina Plakas zeichnerischer
(aber auch erzähltechnischer) ist schon innerhalb des ersten
Bandes erstaunlich. Die beiden bei Tokyopop erschienenden Fortsetzungen
setzten noch ordentlich was drauf und sind nicht mehr von Spitzenprodukten
aus Japan zu unterscheiden.
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