Der zuvor
eher im softpornographischen Bereich aufgefallene Zeichner Jean-Pierre
Gibrat ("Mattéo") überraschte
völlig mit seiner im Alleingang realisierten zweiteiligen Serie "Der
Aufschub", die nicht ohne Grund von den Kritikern
des Fachmagazins "RRAAH!" zum "Comic
des Jahres" gekürt wurde. Auch in "Von Dieben und Denunzianten"
erzählt Gibrat wieder aus dem besetzten Frankreich des Zweiten Weltkrieges.
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Doch
diesmal spielt die Geschichte nicht auf dem Lande, sondern in der
Metropole Paris. Hauptfigur ist die junge (und natürlich attraktive)
Jeanne. Am Anfang der Geschichte sitzt sie in einer Gefängniszelle
weil sie denunziert wurde. Der eher gemütliche Kommissar bedauert,
dass bei ihr "anstelle von Wurst und Käse eine Tasche voller
Handgranaten und drei Revolvern gefunden hat". In Jeannes Zelle
wird dann der kleine Dieb Francois gesperrt und beiden gelingt während
eines Luftangriffes die Flucht über die Dächer von Paris.
Nach diesem vielversprechenden
Auftakt dümpelt die Geschichte zunächst etwas ziellos dahin.
Gibrats Artwork ist dabei wie immer mehr als makellos. Allerdings
präsentiert er sehr häufig die schönen nackten Beine von Jeanne
und seine Darstellung vom besetzten Paris wirkt eher idyllisch als
bedrohlich. Doch das abschließende zweite "Von Dieben und Denunzianten"-Album
hat in einem spannenden Finale noch einige Überraschungen zu bieten.
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