Die 15-jährige
Sawako Yarimizu kommt trotz des starken Leistungsdruck eigentlich recht gut klar
in ihrer Eliteschule. Sie ist beliebt bei den Mitschülern und ihr Freund Kouta
hilft ihr bei den Schulaufgaben. Dafür verlangt er allerdings auch immer
heftigere sexuelle Gefälligkeiten. Eines Tages zwingt er Sawako dazu, sich ihm
im noch leeren Klassenzimmer hinzugeben. Dies beobachtet ein Mitschüler, der es
weitererzählt. Plötzlich ist Sawako als "Schlampe" gebrandmarkt und
wird nur noch geärgert und gequält.
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Die
Autorin und Zeichnerin Keiko Suenobu ("Life") erzählt
hier eine ganz schön heftige und auch sehr realitätsnahe Geschichte.
"Vitamin" wird sein Publikum ganz sicher gerade durch
Keiko Suenobus auf den ersten Blick sehr gefälligen und auch leicht
lieblichen Manga-Zeichnungen erreichen. Leistungsdruck, sexuelle
Bedrängung und vor allem das Mobbing der Mitschüler wird so realitätsnah
geschildert, dass es beim Lesen Schmerzen erzeugt.
Sawako findet jedoch einen Ausweg aus ihrem Dilemma, indem sie (genau
wie ihre Schöpferin Keiko Suenobu) anfängt Mangas zu zeichnen und
prompt Erfolg hat. Dieser Handlungsstrang stört ein wenig den ansonsten
sehr realistischen Gesamteindruck der Geschichte. Dies wird jedoch
durch ein gelungenes Finale (wir haben es hier ausnahmsweise einmal
nicht mit einer Manga-Endlosgeschichte zu tun), in dem sich Sawako
vom Schulstress befreit, mehr als ausgeglichen.
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