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Wer zu diesem Büchlein greift, glaubt dank des identischen Formates
zunächst eine CD in der Hand zu haben. Wenn dann aufgeblättert wird,
erklingt eine schräge Ansammlung von Melodie-Versatzstücken, die nahtlos (und
durch die jeweilige Kürze wohl auch GEMA-frei) Beethovens Neunte, den 70er
Jahre Hit "Popcorn", die Erkennungsmelodie des Filmes "Der
Clou" und weitere scheinbar wahllos gewählte Musikstücke aneinander
reiht.
Nun liegt ja der Gedanke nahe, dass der sich nicht gerade rar
machende Uli Stein mit der originellen Aufmachung seines Büchleins schon sein
ganzes Pulver verschossen hat und sich dann auf ein paar lauen Cartoons zum
Thema Musik ausruht. Doch weit gefehlt, Steins Trefferquote ist erstaunlich
hoch und die Gags überraschend frisch und originell. Wo sonst hat schon
einmal ein "Red Bull"-Verkäufer gefragt: "Wie kommen Sie
darauf, dass wir Klaviere vermieten?" Ganz nebenbei erfahren wir, dass
"das Komponieren des Deutschlandlieds eine Haydnarbeit war".
Eine Klasse für sich sind Steins durch Fotos
dokumentierte Bastelarbeiten, sei es die Blockflöte für Anfänger (mit nur
einem Loch) oder das Modell für Fortgeschrittene, bei dem durch Fönantrieb ermöglicht wird, dass
der Musikant auch noch gleichzeitig singen kann. Fazit: Außen hui, innen hui.
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