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Bereits
“Weltuntergangs-Suite“, die erste sechsteilige Storyline
der Serie “The Umbrella
Academy“, war das abgefahrenste was in letzter Zeit –
wenn nicht überhaupt jemals – im Superhelden Genre erschien ohne
gleich zur Parodie zu werden. Gerard Way der Frontman der Band
“My Chemical Romance“ erfand eine sehr eigenwillige Variante
der X-Men. Seine von einem Außerirdischen mit Adelstitel
großgezogene Truppe verfügt über höchst seltsame
Begabungen. So hat z. B. Allison Hargreeves alias The Rumor, die
Fähigkeit Gerüchte zu verbreiten, die danach sofort
wahr werden.
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Wer
nun glaubt Way hätte nach dem pompösen Finale der mit dem Eisner
Award prämierten “Weltuntergangs-Suite“ sein Pulver
verschossen, der wird in der Storyline “Dallas“ eines
besseren belehrt. Der Aufhänger der Geschichte ist die Ermordung
von John F. Kennedy, die ja bereits von Zack Snyder bei seiner
Verfilmung von “Watchmen“
in einen Superhelden-Kontext gestellt wurde. Doch damit nicht
genug, denn es geht auch wieder um ein amoklaufendes Nationalmonument
und um Zeitreisen. Wie meist bei Superhelden-Team-Ups ist jedoch
das Hauptproblem, dass die speziell begabten Personen große Probleme
im Umgang miteinander haben.
Doch
“The Umbrella Academy“ lebt nicht nur durch die Fabulierfreude
von Gerard Way. Mindestens ebenso wichtig sind die detailverliebten
höchst eigenwilligen Zeichnungen und verspielten Seitenlayouts
des Brasilianers Gabriel Bá. Entfernt erinnert Bás Stil an Mike
Mignola, was nicht verwundert, denn die “The Umbrella Academy“
erscheint in den USA ebenfalls bei Dark Horse. Bei uns hat sich
Cross Cult der Sache angenommen und liefert einmal mehr über den
Comic hinaus noch eine beeindruckende Ansammlung von Bonusmaterial
wie Interviews und Entwurfskizzen.
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