Ende der dreißiger
Jahre, ungefähr zur selben Zeit als Superman seine ersten Sprünge (damals
konnte er noch nicht fliegen) in den Comics machte, schockierte der blutjunge
Orson Wells die US-Nation. Er inszenierte im Radio eine Live-Hörspiel-Version
von H. G. Wells "Der Krieg der Welten" in Form einer tatsächlichen
Reportage. Zuhörer, die sich mitten in die Sendung einschalteten, glaubten
tatsächlich an eine Invasion der Erde durch tückische Marsbewohner.
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Dieser zeitliche Zusammenhang inspirierte
Roy Thomas zu einer Geschichte in welcher der noch unerfahrene Kleinstadt-Reporter
Clark Kent alias Superman in die Großstadt Metropolis kommt. Gleich
bei seinem ersten Job wird er mit einem Angriff der Marsbewohner
konfrontiert. Die Geschichte nimmt dann noch einige höchst unerwartete
Wendungen, die nur dadurch möglich sind, dass es sich um eine "Elseworld"-Geschichte
handelt, die außerhalb des offiziellen Superman-Universums stattfindet.
Seinen ganz besonderen Reiz bezieht der Comic daraus, dass Thomas
seine Geschichte im Jahre 1938 ansiedelt und Michael Lark in seinen
klaren Zeichnungen Superman (der in der Geschichte logischerweise
nicht fliegt sondern hüpft) das schlichte Outfit seiner damaligen
Comicauftritte verpasst. Dadurch verfügt "Superman - Krieg
der Welten" über großen nostalgischen Charme ohne dabei verstaubt
zu wirken.
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