Ganz wichtig
für den Superhelden-Fan ist immer wieder die Frage, wer stärker
ist oder aber auch wer schneller laufen kann. Wenn Superman nicht
nur superstark sondern auch superschnell ist, müsste er ja eigentlich
auch schneller sein als sein JLA-Kumpel Flash, der ja eigentlich der
schnellste Mensch der Welt ist.
1967
wurde erzählt wie Flash und Superman zur Unterstützung
einer UNO-Hilfskampagne um die Wette um die Erde laufen. Dabei sind
sie ultraritterlich, helfen sich ständig gegenseitig und das
Ergebnis ist schließlich ein Foto-Finish. Doch dieses Wettrennen
blieb nicht das Einzige seiner Art. Noch im selben Jahr folgte “The
Race To the End of the Universe“. Hier mussten der Stählerne
und der rote Flitzer auf Druck von Außerirdischen gleich die
ganze Milchstraße durchlaufen. Auch diese Geschichte versagte
uns eine Antwort auf die Frage wer denn nun schneller sei.
Schon
1970 rannten sie wieder diesmal sollten sie dadurch Zeitverschiebungen
beseitigen, die u. a. Jimmy Olsen ins römische Reich schickten.
Um dies genauer (aber nicht wirklich sinnvoll) zu erklären
benötigte der Autor Denny O´Neil gleich den doppelten
Unfang gegenüber den beiden ersten Wettläufen. In dieselbe
Kerbe haut die ebenfalls zweiteilige Geschichte “Chase to the End
of Time“ von 1978, die wieder allzu eifrig mit allen möglichen
Science-Fiction-Versatzstücken jongliert.
Recht
vergnüglich ist dann “Speed kills!“ aus dem Jahre 1990 von
Dan Jurgens. Hier ist es der nervige Mr. Mxyzptlk, der erst dann
wieder verschwindet, wenn sich Flash und Superman ein Wettrennen
liefern, das sogar einer der Beiden für sich entscheidet! 2002
schließlich durfte sich Superman (unter recht wirr konstruierten
Umständen) mit dem “Original Flash“ (besonderes Kennzeichen:
flacher Stahlhelm) messen.
Garniert
mit einem Cover von Alex Ross ("Kingdom
Come") erscheinen jetzt diese sechs Rennen gebündelt in
einem Sammelband, der zugleich auch zeigt wie sich die Superheldencomics
und Laufe der Zeit wandelten. Auf eher gradlinige 22-seitige in
sich abgeschlossene Geschichten in den Sechziger Jahren folgten
epischere Stories, die sich über mehrere Hefte erstreckten, und
schließlich jene achso clever mit allen (aber auch wirklich allen)
Versatzstücken des DC- (oder Marvel-) Kosmos spielenden Faktenhubereien
unter denen wir auch heute immer noch leiden müssen.
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