Erst als fünften Band seiner Archiv Reihe präsentiert der Dino Verlag endlich die allerersten Abenteuer von DCs allerersten Superhelden. Ein Grund hierfür könnte sicherlich sein, dass die aktuelle Superman-Heftreihe sich nicht sonderlich gut am Kiosk verkauft. Wie dem auch sei, die recht schlicht gezeichneten Geschichten von 1939 haben immer noch eine mitreißende Power.
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Joe
Shusters Artwork ist sehr einfach gehalten, was vor allem daran
liegt, dass die Geschichten ursprünglich nicht in Form von Comicheften,
sondern als Strips in Zeitungen veröffentlicht werden sollten. Jerry
Siegel hat jedoch wirklich etwas zu erzählen. Seine Geschichten
setzen sich dabei oftmals mit tatsächlichen gesellschaftlichen Problemen
auseinander. So muß Superman gleich in seinem ersten Abenteuer eine
Horde lynchwütiger Bürger beruhigen und zwei zum Tode Verurteilte
retten.
Anschließend schleppt er einem Waffenfabrikanten in ein Kriegsgebiet
und führt ihm vor was seine Waffen anrichten. Daraufhin bittet der
Fabrikbesitzer: "Lassen Sie mich in die USA zurück. Ich habe
gelernt den Krieg zu hassen." und schwört in Zukunft nichts
gefährlicheres als Feuerwerkskörper herzustellen. Superman beendet
anschließend noch schnell den ganzen Krieg, indem er einfach zwei
gegnerische Generäle entführt und sie zu einem Zweikampf auffordert.
Als die beiden merken, dass sie persönlich nichts gegeneinander
haben, beschließen sie nicht mehr gegeneinander zu kämpfen.
Gerade in diesen rührend naiven Handlungselementen liegt der besondere
Reiz der Geschichten, die noch nichts von der sterilen Formelhaftigkeit
späterer Superhelden-Stories haben. Übrigens ist Superman kürzlich
in "Peace on Earth" (deutsche Ausgabe bei Carlsen) zu
seinen weltverbessernden Wurzeln zurückgekehrt und hat in einem
von Alex Ross beeindruckend gestalteten Album versucht den Hunger
zu bekämpfen.
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