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Ob Strapazin
tatsächlich noch ein Comic-Magazin (wie immer noch auf dem Cover
zu lesen) ist, darüber lässt sich sicherlich streiten. Doch die
Schweizer Präzision mit der seit 26 Jahren zuverlässig und schon
sehr lange vierteljährlich eine meist etwas befremdliche Ansammlung
von (nun ja) Bildgeschichten veröffentlicht wird, nötigt Respekt
ab und gipfelt jetzt zwangsläufig in der 100. Ausgabe.
Dies
muss natürlich gebührend gefeiert werden und hierzu ist
eine Strapazin-Abordnung ins chinesische Nanjing aufgebrochen.
Diese in der Provinz Jiangsu gelegene Stadt wird eher selten von
Langnasen aufgesucht, hat aber eine höchst lebendige Comic-Szene.
Das dortige Magazin Special Comix erhielt 2010 in Angouleme
den Preis für den besten alternativen Comic. Die Macher dieser
Publikation arbeiteten nur allzu gerne mit Strapazin zusammen,
denn sie fühlen sich “geistig verwandt“. Das schlägt sich
darin nieder, dass die ausgewählten Special Comix
Geschichten – genau wie fast alle in letzter Zeit in Strapazin
veröffentlichten Beiträge - eher formal als inhaltlich
überzeugen können. Doch immerhin ist Christian Grassers
Prosa-Reisebeschreibung recht lesenswert.
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Parallel zu deutschsprachigen Ausgabe
der chinesischen Comics erschien auch eine mit Unterstützung der
Kulturstiftung Pro Helvetia entstandene Strapazin-Sondernummer,
die Comics von Schweizer Machern in chinesisch enthält und eine
echte Rarität werden dürfte.
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