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Neues von Niles

 

Titel:

Hyde / The Lurkers

Text:

Steve Niles, Übersetzung: Frank Neubauer, Marius Keßler, Steve Kups

Zeichnungen/Inking/Farben:

Nick Stakal / Hector Casanova

Umfang:

52 Seiten / 100 Seiten

Format:

Prestige / vf.

Preis:

EUR 6,95 / EUR 12,95

Verlag:

Infinity

Website:

www.infinity-verlag.de  

 

    

 

 

Neben seinem großen Erfolg “30 Days of Night“ und der ständig wachsenden Zahl von Fortsetzungen wie “Dark Days“ schreibt Steve Niles zahlreiche weitere Horror-Comics wie "Criminal Macabre" oder "Aleister Arcane" geschrieben zu denen sich jetzt zwei neue höchst unterschiedliche Werke gesellen.

 

In “Hyde“ beschäftigt sich Niles mit Robert Louis Stevensons altbekannten Mythos von der guten und bösen Seite eines jeden Menschen. Er variiert die Geschichte indem er Dr. Henry Jekyll, der als forschender Arzt in einem Versuchslabor angestellt ist und im Rollstuhl sitzt, noch einen Zwillingsbruder namens Robert zur Seite stellt. Beide tappen völlig im Dunkeln, wer von ihnen sich in den brutalen Hyde verwandelt und bestialische aber durchaus berechnende Morde begeht.

 

Die durchaus spannende und originelle Geschichte leidet ein wenig unter den allzu sehr auf freie Kunst getrimmten Bildern von Nick Stakal. Nicht jeder Zeichner ist darin so meisterlich wie der “30 Days of Night“-Zeichner Ben Templesmith, dessen minimalistische Gemälde den Lesegenuss noch steigern. Bei Stakal hingegen fällt es schwer die Charaktere zu unterscheiden. Passend dazu wird dann auch noch das Lettering nahezu unleserlich wenn Mr. Hyde das Wort ergreift.


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Von einem ganz anderen Kaliber ist “The Lurkers“, denn hier überzeugen Text und Artwork. Niles erzählt vom Detective Dietz, der auf den Friedhöfen von Los Angeles in einer seltsamen Angelegenheit ermittelt. Die Leichen von frisch bestatteten Kindern werden bestialisch entstellt aufgefunden. Vom Täter wird ein Hautfetzen vorgefunden und Untersuchungen ergeben, dass hier anscheinend ein Toter sein Unwesen treibt. Der zunächst skeptische Dietz erhält Unterstützung durch eine Horde von Ghouls.

 

Hector Casanova fand für diese schaurige Geschichte einen düster-verspielten Zeichenstil, der auch über Funnyelemente verfügt und an die Arbeiten von Tim Burton erinnert. Neben seiner Hauptserie “30 Days of Night“ ist “The Lurkers“ der bisher interessanteste Comic aus der Feder von Steve Niles.


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