Etwas
ruhiger geworden ist es ja schon um Guillermo Mordillo. Doch seine
knuffelnasigen Männlein und Weiblein hängen immer noch hier
und da in Form von Kalendern an den Wänden oder verkürzen
als Trickfilmprojektionen die Wartezeiten auf Bahnhöfen.
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Die
in kunterbunten Bonbonfarben kolorierten Zeichnungen des gebürtigen
Argentiniers sind meist leicht surreal angehaucht und dadurch den
Gemälden von René Magritte näher als den oft etwas
kranken Cartoons eines Gary Larsons.
Verletzen will Mordillo niemanden und doch handeln viele seiner
Geschichten von der Liebe. Oft wird gezeigt wie zwei Wesen nicht
zueinander kommen können, weil Berge, Wolkenkratzer oder ganze
Planeten im Weg sind.
Mehr als 50 seiner Cartoons
zum Thema Liebe hat Mordillo jetzt verbunden durch sehr kurze Texte
zu einem Buch zusammengefasst und dabei versucht eine fortlaufende
Geschichte zu erzählen. Doch obwohl Mordillos Figuren eigentlich
immer gleich aussehen, entsteht nicht der Eindruck, dass hier wirklich
die Erlebnisse eines Mannes auf der Suche nach seiner Herzensdame
erzählt wird, denn von Seite zu Seite wechselt nicht nur der
Schauplatz, sondern auch die Kopfbedeckung und Bekleidung der Hauptfigur.
Daher wird das Buch seinem Titel nur bedingt gerecht, denn es enthält
eigentlich ganz viele Liebesgeschichten.
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