Spider-Man,
X-Men, Fantastic Four, Captain America,
Ghost Rider und Hulk, wer passt nicht in diese Aufzählung?
Richtig, Captain America, denn mit ihm wurde in letzter Zeit
kein aufwändig produzierter starbesetzter Hollywood-Film produziert
(es gibt mit dem Käptn nur ein Serial und ein paar billige TV-Filmchen).
Die anderen Helden hatten ihre mehr oder weniger erfolgreichen Kinoauftritte
und die Serie “Marvel Mythos“ soll “die Brücke zwischen Comics
und Filmen“ sein.
Der
gebürtige Brite Paul Jenkins, der bereits Wolverine
eine Origin besorgte, hatte die dankbare Aufgabe die
in meist aus den Sechziger Jahren stammenden Entstehungsgeschichten
einiger der größten Marvel-Superhelden noch
einmal etwas ausführlicher und behutsam entstaubt zu erzählen.
Dies macht zwar nur bedingt Sinn, denn die Kinofilme haben genau
dies auch schon getan, doch Spaß macht “Marvel Mythos“
trotzdem.
Jenkins
lässt Peter Parker bei seinem ersten Trip als Spider-Man
einen Fahrradhelm tragen, verknüpft die Entstehungsgeschichte des
Hulks mit den Eifersüchteleien zwischen Bruce Banner und
General Ross, verzahnt die alles verändernde tragische Raummission
der Fantastic Four mit einer Gerichtsanhörung, arbeitet
sehr klar die unterschiedlichen Moralvorstellungen zwischen Magneto
und Prof. Xaviers X-Men heraus und versetzt Captain
America eher sentimental als patriotisch mitten aus dem Zweiten
Weltkrieg in unsere Gegenwart. Zum Ghost Rider hingegen
fällt Jenkins nur wenig Neues ein, doch auch die Geschichte vom
mit dem Teufel paktierenden Motorrad-Artisten setzt Paolo Rivera
wie alle anderen Marvel-Mythen in atemberaubende plastisch kolorierte
Bilder um, die entfernt an Alex Ross denken lassen doch sehr viel
impressionistischer geraten sind.
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