Auf dem
Münchener Comicfest 2000 trat nicht nur der Lieder- und Comicmacher
Fil als Alleinunterhalter auf, sondern auch ein gewisser Klaus Cornfield
(der mittlerweile mit der Band "Katze" auch die CD "...
von hinten!" einspielte). Hier leerte sich der Saal jedoch
recht schnell und nach der Lektüre der "Kranken Comics"
muss leider festgestellt werden, dass es mit Cornfelds Fähigkeiten
als Comicschöpfer auch nicht allzu weit her ist.
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Die erste Seite mit den durchgeknallt
gezeichneten Figuren Fou-Fou und Haha macht ja noch halbwegs Hoffnung.
Hier wird jedoch bereits eine Warnung ausgesprochen. Der Fou-Fou
meint, dass der folgende Comic völlig unzumutbar für "halbwegs
intakte Gemüter" ist und droht damit zu weinen, wenn weitergelesen
wird. Doch dann ist sehr schnell festzustellen, dass diese Warnung
durchaus ernst zu nehmen ist.
Cornfield präsentiert in einem unausgereiften Zeichenstil unter
dem Motto "Ich breche alle Tabus" Sexual-Klamauk der allerübelsten
Sorte. Das wäre ja nicht weiter schlimm, wenn es denn wenigstens
originell oder zumindest witzig wäre. Also lieber Fou-Fou, du brauchst
nicht weinen. Besonders schade ist jedoch, dass dieses Heft nicht
in Cornfields Eigenverlag erscheint (jeder kann ja drucken lassen,
was er will), sondern beim Verlag "Schwarzer Turm", der
ansonsten mit seinen Comicveröffentlichungen ein recht glückliches
Händchen hat.
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