"Hhhaffzzz
...... noch 3 Kilometer bis zur Pointe!!" stöhnt der einsame
Langstreckenzeichner im quadratischen Büchlein "Abkeimende Sinnfragen".
In Rudi Kleins zweiten ebenso aufgemachten Werk "Pannöse Brutpflege"
lernen wir u. a. den noch sehr jungen Zorro kennen, der mit seinem
Säbel nur wirres Gekritzel fabriziert.
Beide
Bücher sind voller Cartoons, die recht schlicht aber markant
gezeichnet und mit gedrungenen Wesen bevölkert sind, deren Mund
oft einmal um den ganzen Kopf geht. Für "Sinnfragen" wählte
Klein ein leuchtendes Grün als einzige Schmuckfarbe und bei "Brutpflege"
ein leicht oranges Grün.
Die
Werke des Wiener Cartoonisten erscheinen im österreichischen Satiremagazin
"Falter". Dort sind seine Kollegen von ihm begeistert,
da er landesüblich "missmutig, mieselsüchtig und stets schlechter
Dinge" ist. Auf Empfehlung von Manfred Deix veröffentlicht
"Zweitausendeins" jetzt die ersten beiden Bände von Rudi
Kleins "Bibliothek der reich bebilderten Verzweiflung".
Ein wirklich treffender Titel für diese Ansammlung von originellen
Beobachtungen, die weniger Schenkenklopfen erzeugen sondern eher
frustrierende Situationen aller Art auf den Punkt bringen. Optimismus
hingegen kommt bei Klein nur sehr selten vor, doch immerhin herrscht
etwas Freude wenn ein Glas "nur halb kaputt" ist.
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