Jens Jeddeloh
hat neben seiner Tätigkeit als Cartoonist auch eine bewegte Comic-Vergangenheit.
Die von ihm gezeichnete “Asterix“-Parodie “Falsches Spiel mit Alcolix“
beschäftigte Ende der Achtziger Jahre die Gerichte. Nach einer Geschichte
von Hermann Stange zeichnete er anschließend den melancholischen Nordseekrimi
“Die Insel der alten Männer“, der bei Carlsen erschien. Völlig unbehelligt
von juristischen Plagiatsvorwürfen kehrte er 1999 in “Mad“
noch einmal zu den Galliern zurück und illustrierte die Film-Parodie
"Arschterix & Popelix".
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Im
“Vorspann“ zu Jeddelohs neuen Cartoon-Band schreibt F. W. Berstein
“J. J. macht das Selbstverständliche fremd und selbstverständlich.“
Mindestens so prägnant erklärt das Titelbild Jens Jeddelohs durchaus
tragbares Methapher-Gag-Konzept. Ein zugleich von Wellen umtoster
und verschonter Kiosk ist in der Tat eine “sturmfreie Bude“. In
ähnlich trockener Weise nimmt sich Jeddeloh weiterer gängiger Redearten
an.
Manche Aussprüche wie “Ignaz, der Igel hatte jede Menge Schmetterlinge
im Bauch“ oder “Rosen und Konfekt am Tatort: Klarer Fall von Kavaliersdelikt“
sind vielleicht nicht wirklich allgemein übliche Metaphern
und wurden im Sinne der Gagfindung etwas zurechtgebogen. Doch Jeddeloh
liefert stets nicht nur eine schlüssige Entfremdungszeichnung
sondern eine kleine meist ebenso komische Bonusidee dazu. Daher
ist es keine Redensart (oder gar eine Morddrohung), wenn ich “Sturmfreie
Bude“ Cartoonfreunden besonders ans Herz legen möchte.
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