Hervé
Barulea alias Baru ist - nicht erst seitdem er 2010 auf dem "Festival
International de la Bande Dessinée“ endlich den Grand Prix erhielt
und das Festival 2011 als Präsident entscheidend prägte - einer der
interessantesten Comiczeichner und Autoren. Sein Meisterwerk bleibt
zweifelsohne das Manga-Epos “Autoroute Du
Soleil“, eine rasante Erzählung mit sozialkritischen Untertönen.
Wer (wie zugegebenermaßen auch ich) jedes neue Werk Barus an diesem
Meilenstein misst, wird auch hier wieder – genau wie bei zahlreichen
anderen guten Werken des Comickünstlers wie etwa “Die
Sputnik Jahre“ oder “Wut
im Bauch“ – nicht voll zufrieden sein.
Die Story fängt vielversprechend
(sozialkritisch!) in Afrika an und stellt in stimmungsvollen Bilder
den talentierten jungen Fußballer Slimane vor, der unbedingt
illegal nach Frankreich einreisen möchte um dort Profi zu werden.
Die Geschichte wechselt dann nach Frankreich, schlägt schon
nach wenigen Seiten eine komplett andere Richtung ein und wird zu
einem ziemlich harten Krimi um den Überfall auf einen Geldtransporter.
Slimane spielt hier nur eine kleine aber wichtige Nebenrolle spielt.
Baru vermengt hier Versatzstücke
des französischen Gangsterfilms und dankt im Nachwort unter dem
Motto “Sie haben mich vor langer Zeit zum Lachen gebracht“
Charaktermimen wie Lino V. (Ventura), Bernard B. (Blier) oder auch
Horst F. (Frank). Für sich betrachtet ist "Hau die Bässe
rein, Bruno!" ein von einem Meister seines Faches in einem
höchst individuellen Stil nach allen Regeln seiner Kunst äußerst
spannend zu Papier gebrachter Comic. Was will man eigentlich mehr?
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die Bässe rein, Bruno!" bei AMAZON bestellen, hier anklicken
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