Kann ein Buch über niedliche
kleine Häschen, die sich auf möglichst originelle Art
umbringen wollen, tatsächlich lustig sein? Nun ja, das muss
wohl jeder mit sich selbst ausmachen. So drastisch wie bei den (meiner
Meinung nach nicht wirklich lustigen) “Happy Tree Friends“ oder
(den unglaublich komischen) “Itchy & Scratchy“ aus “Die Simpsons“
geht es hier jedenfalls nicht zu, dafür sorgt schon der bewährte
englische Humor. Der britische TV-Komödien-Autor Andy Riley
setzt nicht auf Splatter und verzichtet auf Blut. Seine selbstmörderischen
Ideen benutzen meist ungewöhnliche Hilfsmittel oder Szenarien
und laden schon dadurch nicht gerade zum Nachahmen ein.
Rileys Häschen versäumen
lustvoll die Arche Noah, verkleiden sich als Hummer, ärgern
Aliens oder lesen auf der Bobbahn Zeitung.
Sehr lustig sind auch die Filmzitate,
wenn etwa Darth Vader ausgetrickst wird oder “Eine verhängnisvolle
Affäre“ in den Videorekorder wandert oder nur das halbe Häschen
vom Raumschiff Enterprise heruntergebeamt wird. Rileys Zeichenstil
ist simpel aber absolut funktional und seine Ideen überraschen
oft.
In England ist das Buch ein Hit
und Hugh Grant meinte dazu: "Brillant recherchiert - das wichtigste
Buch des Jahres."
Mittlerweile ist unter dem Titel
“Häschenjagd - Flauschige Gefährten in tödlicher Mission“ bereits
eine nicht minder komische Fortsetzung mit weiteren seltsamen Selbstmorden
(z. B. "Hasta La Vista Bunny") erschienen.
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