Obwohl
Jack the Ripper und seine fünf Dirnenmorde eigentlich ein recht beliebter
Mythos sind, ist dieser Comic alles andere als leicht zugänglich.
Daher haben Alan Moore ("V
wie Vendetta","America´s
Best Comics", "League
of Extraordinary Gentlemen") und der in Australien lebende
Zeichner Eddie Campbell auch zehn Jahre gebraucht bis nach etlichen
Anläufen bei verschiedenen Verlegern endlich in Campbells eigenem
Verlag eine Gesamtausgabe erscheinen konnte.
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Das
Hauptproblem bei der Geschichte ist, dass sich der Comic dem gänzlich
unbedarften und kaum mit den Tatsachen rund um die 1888 im Londoner
Stadtteil Whitechapel begangenen Morden vertrauten Leser nur sehr
schwer erschließt. Daher verfügt "From Hell"
auch dankenswerterweise über einen sehr umfassenden Anhang, der
zu fast jeder Seite umfangreiche Zusatzinformationen liefert und
am besten gleichzeitig gelesen werden sollte.
Moore macht um die Identität
des Rippers kein großes Geheimnis. Er schließt sich den Thesen aus
Stephen Knights Buch "Jack the Ripper: The Final Solution"
an. Hier wird Dr. Wiliam Withey Gull, der Leibarzt von Königin Victoria,
beauftragt durch ein Mordserie zu vertuschen, dass ihr Sohn Prinz
Eddy unter falschem Namen ein Ladenmädchen heiratete und dieses
eine Tochter zur Welt brachte.
Doch Moore geht es nicht nur um die kriminalistischen Tatsachen.
In einem umfangreichen Kapitel lässt er Dr. Gull mit seinem Komplizen
dem Kutscher Netley eine Führung durch London machen um zum Abschluss
zu zeigen, dass sich alle zuvor eingehend (und im Anhang noch eingehender)
beschriebenen Gebäude zu einem gewaltigen Pentagram zusammensetzten
lassen. Dies und die Tatsache, dass viele damals Beteiligte Freimaurer
waren lässt Moore eine Verschwörung hinter der Verschwörung wittern
und (genau wie in seinem Meisterwerk "Watchmen")
einmal mehr die Frage stellen: Wer überwacht die Wächter?
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Hier geht´s zur Besprechung der
"From Hell"-Verfilmung
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