Horror
und Fantasy sind die Grundpfeiler der mittlerweile mehr als vier Jahrzehnte
andauernden Comic-Karriere des Zeichners Richard Corben (“Den“,
“Cage“, “Banner“).
Bereits 1989 in “The Fall of the House of Usher and Other Tales
of Terror” interpretierte Corben in seinem unverkennbaren immer
etwas klobigen aber zugleich auch sehr plastischen Zeichenstil einige
Werke von Edgar Allan Poe.
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Pünktlich
zum 200. Geburtstag des 1909 in Boston geborenen Autor kehrt Corben
in dessen “Welt des Schreckens“ zurück. Für drei US-Heften
namens “Haunt of Horror“ adaptierte er zehn Gedichte und
Geschichten Poes - darunter Klassiker wie “Der Rabe“ und
“Das verräterische Herz“ -, die im Stile der legendären
EC-Comics von einem Knochenmann namens Deadgar anmoderiert
werden. Leider ist nicht jeder der in schwarzweiß gestalten Comics
so schön plastisch in Grautönen “koloriert“ wie die Eröffnungsstory
“Der Rabe“.
Es stellt sich die Frage, ob es wirklich Sinn macht einige von Poes
Geschichten in unserer Gegenwart anzusiedeln (so spielt z. B. die
Adaption des Gedichtes “Israfel“ im Rap-Milieu). Doch da
der Panini Verlag in seinem schön aufgemachten Hardcover-Sammelband
auch gleich die literarischen Vorlagen in den mustergültigen
Übersetzungen von Hans Wollschläger und Arno Schmidt mitliefert,
kann dies jeder Leser für sich selbst entscheiden.
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