Der Comiczeichner
Manu verlässt mit Freundin Mariette die Metropole Paris und zieht
aufs scheinbar idyllische Land. Doch das Leben wird dadurch nicht
übersichtlicher, schon wegen der zahllosen noch nicht ausgepackten
Umzugskartons. Neben selbst gebranntem Schnaps drohen lebensgefährliche
“freiwillige“ Einsätze als Holzfäller oder interessante Jobs wie das
Entwerfen des Plakats für das alljährliche Schweinefest im Dorf.
Das
Einkaufen beim schwerhörigen Barkeeper, der auch noch Computer-Vertragshändler
ist, aber Radier- mit Kaugummis verwechselt, ist ein einziges Abenteuer,
die Tipps vom seltsamen Eremiten im Walde sind mit Vorsicht zu genießen
und dann schwärmt Marietta auch noch immer wieder von kleinen
Kindern, die sie gerne hätte...
Innerhalb
dieses Comics wird auch erklärt, wie er zustande kam. Manu
Larcenet ("Der alltägliche
Kampf", "Die
wundersamen Abenteuer des Sigmund Freud")
kam auf die Idee sich vom neuen Asterix-Autor Jean-Yves
Ferri ein Szenario über sein eigenes Leben auf dem Lande schreiben
zu lassen. Dies zeichnete er dann so, dass man nicht sieht dass
er es selber gezeichnet hat. Diese Vorgehensweise leuchtete schon
Mariette im Comic nicht ein, doch das Resultat überzeugt und
ist voller Menschlichkeit und Humor.
Reprodukt
veröffentlicht die ersten beiden “Die Rückkehr aufs Land“-Alben
“Das wahre Leben“ und “Zukunftspläne“ gebündelt in einem
hübschen querformatigen Hardcover-Band. Das ist sehr gut so,
denn Larcenet und Ferri entwerfen durch aufeinander aufbauende Gagstrips
nach und nach eine Welt voller schrulliger Individuen in der sich
der Leser sehr gerne verweilt.
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