Was hier
zunächst einmal verblüfft: Ein Crossover zwischen dem grünen Giganten
und dem Herrn der Schatten, gestaltet von hochkalibrigen Autoren und
das alles auf bloß 22 Seiten, also auf etwa soviel Seiten wie Spider-Man
dieser Tage benötigt, um seinen Hintern einmal ums Empire State Building
zu schwingen??! Es ist tatsächlich wahr, und Paul Jenkins und Dale
Keown gebührt viel Hochachtung dafür, dass sie dem Drang zum werbewirksamen
Möchtegernepos zugunsten dieser kleinen, feinen Geschichte widerstanden
haben.
Mit ihnen haben sich zwei Herren, die sich sowohl
mit dem Hulk als auch mit Jackie Estacado alias The
Darkness bestens auskennen, zusammen getan. Keown, zur Zeit Zeichner
von The Darkness – Die neue Serie, war ja mit seiner Arbeit am Hulk
ins Rampenlicht gerückt, bevor er sich mit seiner Eigenkreation
The Pitt für geraume Zeit ins Abseits geschossen hat. Was er
drauf hat, kann er in diesem kleinen Crossover zeigen, denn die Zeichnungen
sind exquisit. Sie
zeigen eine Begegnung der beiden Serienstars, die sich zunächst
tatsächlich darin zu erschöpfen scheint, dass Bruce Banner
Jackie Estacado in der Nähe einer New Yorker U-Bahnhaltstelle
ein Autogramm gibt. Doch dann hat Estacado die Todesvision, die
ihm verrät, dass alle anderen Anwesenden bald der Tod ereilen
wird... The Darkness/The Incredible Hulk bietet eine kurze, in sich
abgeschlossene Geschichte, deren fieser Humor wohltuend an die Schreibe
von Garth Ennis erinnert.
Jörg
Krismann
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