Diesmal
verlässt Matt Murdock alias Daredevil das heimische New York
und begibt sich mitten hinein in den Süden der USA. Dort soll
drei Jugendlichen der Prozess gemacht werden, die angeblich bei einer
schwarzen Messe einen Jungen ermordet haben soll. Für die Bewohner
der kleinen Gemeinde Redemption ist der Fall klar. Schon der Taxifahrer
der Murdock in den Ort bringt meint: “In zwei, drei Monaten sitzen
die in der Todeszelle.“ Klar, dass der Anwalt aus New York in Redemption
nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird.
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Angelehnt
an tatsächliche Ereignisse erzählt der Autor David Hine
hier in erster Linie einen realistischen, spannenden und sehr engagierten
Gerichtsthriller im besten John-Grisham-Stil und eher am Rande eine
Superheldengeschichte (zum Glück wird auf Gastauftritte weiterer
kostümierter Rächer völlig verzichtet). Manchmal
scheint es fast ein wenig so als wenn dem Anwalt Murdock seine oft
etwas unkontrolliert anmutenden Einsätze als kostümierter
Daredevil im Wege stehen und zusätzlich auch noch für
dicke Luft zwischen ihm und seiner Assistentin sorgen.
Schade,
dass der begnadete Bill Sienkiewicz nur für die Cover der sechsteiligen
Miniserie verpflichtet wurde, die jedoch alle in voller Größe
in diesem Band enthalten sind. Die etwas unbeholfen wirkenden holzschnittartigen
Zeichnungen von Michael Gaydos (“Powerless“)
machen es nicht immer leicht die Protagonisten zu erkennen. Doch
die mitreißende Geschichte von David Hines funktioniert trotzdem
allerbestens.
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