Neben
der Tatsache, dass in den USA Comics zur längs vergessenen Spielzeugpromotion-Trickfilmserie
"Transformers" ganz plötzlich gewaltige Erfolge feiern,
verwundert auch der große Erfolg einer Heftreihe, die ganz ohne Superhelden
auskommt. "The Call of Duty" entstand nach dem Anschlag
auf das World Trade Center (hier geht´s
zu "Comics zum 11. September") und erzählt von den plötzlich
interessant gewordenen neuen Helden: Feuerwehrmännern, Polizisten
und Notärzten.
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Zunächst hielten die "Spider-Man"-Verleger
bei Marvel diese mit der obligatorischen Twin Towers-Trauerschleife
verzierten Serie für reine Trauerarbeit und glaubten nach wenigen
Ausgaben hätten sie ihre patriotische Schuldigkeit getan. Doch weit
gefehlt, denn die Serie läuft wie verrückt und treibt auch Leute
in die Comicshops, die ansonsten mit dem Medium überhaupt nichts
am Hut haben.
Genau betrachtet verbrät "The Call of Duty" eigentlich
nur die bereits aus Ron Howards Feuerwehr-Film "Backdraft"
bekannten Klischees. Diese werden dann auch noch überflüssigerweise
mit übersinnlichen Elementen versetzt, indem den tollkühnen Helfern
immer wieder ein mysteriöses eigentlich schon totes Mädchen erscheint.
Doch wenn die Amis dadurch endlich kapieren, dass Comics gelegentlich
auch ohne Männer in Strumpfhosen funktionieren, geht das schon in
Ordnung.
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