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Heiner Lünstedt präsentiert COMIC CAFE

Der bunte Comic-Nachmittag

mit Gästen aus der Comicszene, Impressionen von Comicfestivals aus aller Welt, filmischen Raritäten, der Expertenrunde “Comics lesen!“ als Prüfstand für Neuerscheinungen, Trailer zu aktuellen Comic-Filmen, fachmännisch kommentierte Cartoons, Comicmusik remixt, Liveacts, Konferenzschaltungen zu Comicschaffenden und Experten, Das Quiz “Nerd Contest“, teste Dein nutzloses Wissen,
und, und...

... und das alles - dank der Unterstützung des Kulturreferats - bei FREIEM EINTRITT!

 

Das nächste Comic Café ist am 26. September 2010

17 Uhr

im Werkstattkino - Fraunhoferstr. 9 /Rgb. – 80469 München – Tel+Fax 2607250 - U 1/2/7 Fraunhoferstraße

Comic Café findet 2010 siebenmal statt:
Am 4. April + 16. Mai + 13. Juni + 15. August + 26. September + 24. Oktober + 28. November
Immer Sonntags um 17 Uhr, immer Eintritt frei!

 

Hier geht´s zum Forum des COMIC CAFÉS beim COMIC GUIDE

 

 

Programm vom 15. August 2010:

Der San Diego Comic Con

In diesem Jahr fand vom 22. bis 25. Juli zum 41. Mal der San Diego Comic Con statt. Die Eintrittskarten der Veranstaltung, die im letzten Jahr erstmals mehr als 1200.000 Besucher hatte, waren bereits Monate zuvor komplett ausverkauft.

Der Comic Con begann 1970 als intimes Treffen einiger Comic- und Science-Fiction-Fans, die alle im selben Hotel wohnten, in dem auch sämtliche Veranstaltungen stattfanden. Doch mittlerweile wurde die Veranstaltung ins riesige San Diego Convention Center verlegt. Bereits am ersten Veranstaltungstag bilden sich unglaublich lange Warteschlangen mit teilweise schon kostümierten Comicfans rund um das gesamte Gebäude. Während im Untergeschoss in einer 1 km langen durchgehenden Halle eine bunte Mischung aus Bazar, Flohmarkt und Fachmesse herrscht, können zeitgleich noch Vorträge, Diskussionen, Cosplay, Rollenspiele, Filme, Kostümwettbewerbe und vieles mehr in knapp 20 Sälen besucht werden. Wer will kann sich auch von Freitag bis Sonntag jeweils den ganzen Tag in der 6.500 Plätze fassenden Halle H erste Häppchen aus den neusten Erzeugnissen aus Hollywood reichen lassen. Seit 1999 besuche ich den Comic Con. Beim Comic Café berichtet ich von der diesjährigen Großveranstaltung der populären Kultur aber auch von seinem Buch in Disneyland.

Der skandalumwitterte Trickfilm “Judas & Jesus“

Dass im Titel Judas noch vor Jesus genannt wird, macht klar wo die Sympathien der Schöpfer dieses 15-minütigen Trickfilmes liegen. Doch die eigentliche Hauptfigur ist eine reichlich sexy anzusehende und agierende Maria Magdalena zu der sich sowohl Jesus als auch Judas hingezogen fühlen. Diese Figuren sind als Schafe dargestellt, wobei Judas natürlich das schwarze Schaf ist, während die römischen Legionäre als Wölfe auftreten. Die sich vor diesem Hintergrund entwickelnden Ereignisse bieten eine höchst eigenwillige und alles andere als jugendfreie Version der Bibel-Geschichten. Die FreiwilligeSelbstKontrolle gab den Film “ab 16“ frei, während die Deutsche Film- und Medienbewertung Wiesbaden zunächst das Prädikat "besonders wertvoll" aussprach, “Judas & Jesus“ anschließend aber wegen Blasphemie von einer Bewertung ausschloss.

 

Zwar macht sich “Judas & Jesus“ direkter als Monty Pythons “Das Leben des Brian“ über das Neue Testament lustig, doch sehr viel doller als Mel Gibson, der mit “Passion“ aus den Leiden Christi einen Splatter-Film machte, treiben es die Trickfilmer Olaf Encke und Claudia Romero auch nicht. Zwar deuten ihre Texte im Audiokommentar der zugehörigen DVD an, dass sie sich zur Recherche sehr intensiv mit der Bibel beschäftigt haben, doch in erster Linie wollen sie mit “Judas & Jesus“ eher provozieren (aber dabei ganz gewiss auch ihren Spaß haben!) als zu kirchenkritischen Diskussionen anzureden.

Wie dem auch sei, der Film – an dem 3 Jahre gearbeitet wurde - verblüfft auf alle Fälle durch seine technische Brillanz und wirkt wie eine ebenso spaßige wie wilde Mischung aus den Cartoons von Tex Avery und den Underground-Trickfilmen von Ralph Bakshi. Den mit großem Orchester eingespielten Soundtrack eröffnet eine kleine Gesangsnummer von Phil Tägert alias Fil und auch die Psychobilly-Songs von den Meteors passen gut zum bunten Treiben des biblischen Trios. Wen dies religiös beleidigen könnte, der lässt einfach die Finger davon oder er kauft sich auf www.judasandjesus.com für teuflische 6,66 Euro die zugehörige DVD um sie dann zu verbrennen.
Siehe hierzu auch:
www.judasandjesus.com      

Nerd Contest – Teste Dein nutzloses Wissen

Sich eine Frage auszudenken, deren Antwort fast jeder kennt ist recht einfach (“Wie heißt der Captain vom Raumschiff Enterprise?“ – “James T. Kirk!“) und es ist ebenfalls nicht allzu schwer eine Frage zu finden, deren Antwort kaum einer kennt (“Wer war der allerserste Captain vom Raumschiff Enterprise?“ – "Christopher Pike?" - “Falsch, Robert Thomas April!“). Schwierig ist es eine Frage zu stellen, die der durchschnittliche Nerd - also Experte für Trivialquatsch aller Art – gerade noch wissen könnte ("Wofür steht das T. in James T. Kirk?" – “Tiberius“)). Bei NERD CONTEST treten drei Kandidaten an und versuchen jeweils drei Fragen zu formulieren, die möglichst nur einer der beiden Kontrahenten beantworten kann. Zu gewinnen gibt es halbwegs wertvolle Sachpreise und wer mag kann bewerben unter luenstedt@highlightzone.de.

Comics lesen!

Fester Bestandteil des Programms ist die Expertenrunde “Comics lesen!" die sich als Prüfstand für Neuerscheinungen versteht. Regelmäßig und kontrovers wird Gastgeber Heiner Lünstedt mit Rainer Schneider ("Comicaze") dem Kommunikationswissenschaftler und Comicforscher Ralf Palandt und und dem Münchner Comiczeichner Uli Knorr (u. a. “Saumäßig“) über aktuelle Comics diskutieren.

 
    

Diesmal geht es um zwei völlig verschiedene Comics aus Deutschland:

Bei der “Fix & Foxi“-Ausgabe vom Juli 2010 war erstmal im größeren A4-Format herausgebrachte Comic interessanter als der beiliegende Gimmick (eine Wasserpistole).

Das Cover des Heftes zieren in einem interessanten halbwegs realistischen Stil gezeichnete deutlich gealterte Versionen von Rolf Kaukas Comicfiguren. Die zugehörige 15-seitige Geschichte “Die vierte Dimension“ schildert wie Fix und Foxi, Lupo und Lupinchen in ein 3D-Kino gehen und plötzlich in eine Parallelwelt versetzt werden. Dort sind sie die vier fast schon erwachsenen Superhelden des F-Teams und bekämpfen den Schurken Der Onkel (alias Fax). Wird es Fix alias Muskel, Fox alias IQ, Lupinchen alias Zick-Zack und Lupo alias Der Hungrige gelingen zu verhindern, dass Der Onkel durch das Verteilen von gemeingefährlichen Schokoriegeln alle Kinder blitzschnell altern lässt?

Diese von Nadia Enis in einem “ganz modernen Stil“ mit “zeitgemäßen Pannelings“ (Zitate aus dem Pressetext) gezeichnete Story ist ein interessantes Experiment, das tatsächlich frischen Wind in den etwas verschnarchten Fix & Foxi-Relaunch bringen könnte.

Der Zeichner Felix Mertikat und der Autor Benjamin Schreuder “Jakob“ gemeinsam als Abschlussprojekt für das Animationsinstitut Baden Württemberg entwickelt. Es ist damit das erste Comicprojekt, das als Abschlussarbeit an der Filmschule anerkannt wurde. Zugleich verarbeiteten Mertikat und Schreuder ihre von den Phantasiewelten eines Tim Burtons oder Terry Gilliams inspirierte Geschichte auch noch zu einem Kurzfilm.

 
    

 

Der Comic erzählt vom 8-jährigen Jakob, der erfährt, dass seine Mutter “von uns gegangen“ ist und “nur die Raben den Weg kennen“. Der Junge nimmt diese Redensarten wörtlich. Gemeinsam mit seinem liebsten Spielzeugsoldaten bricht er zu einer Odyssee auf. Jakob folgt den Raben und versucht seine Mutter zu finden. Dabei trifft er auf allerlei seltsame Wesen und verwandelt sich immer mehr in einen “alten Knaben“.

Thematisch passend veröffentlicht der Verlag Cross Cult die Geschichte der Filmstudenten im Breitwand-Format. Felix Mertikats lockerer skizzenhafter Stil ist im Comicbereich eher ungewöhnlich und lässt vielmehr an Storyboards oder Kinderbücher denken. Doch die oft etwas unfertig anmutenden Bilder passen sehr gut zur Geschichte einer Suche, die jung und alt im gleichen Maße ansprechen dürfte.

 

Christian Effenbergers Zeichentrickfilm “Bad Habbit, Little Rabit“

Der Münchner Zeichner Christian Effenberger alias Chriseff wird seinen 8-minütigen Cartoon “Bad Habit, Little Rabbit" vorstellen, den er als Abschlussfilm der FH Mainz in einer beeindruckenden Mischtechnik aus klassischer 2-D- und Computeranimation realisierte.

Der Münchner Zeichner Christian Effenberger alias Chriseff wird seinen 8-minütigen Cartoon “Bad Habit, Little Rabbit" vorstellen, den er als Abschlussfilm der FH Mainz in einer beeindruckenden Mischtechnik aus klassischer 2-D- und Computeranimation realisierte.

 

 
    
Frank Cmuchal

Außerdem wird wieder Frank Cmuchal Comicmusik remixen.

Auch 2011 wird COMIC CAFE im Werkstattkino stattfinden!

Weitere Infos bei

Heiner Lünstedt
Papinstr. 39
D-81249 München

Tel: 089 / 87 04 67

Mail: luenstedt@highlightzone.de

 

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