Eigentlich
sollte Francois Boucq ja eine Comicgeschichte mit dem schon reichlich
gealterten Westernhelden "Blueberry"
gestalten. Doch der Sohn von Jean-Michel Charlier, dem bereits verstorbenen
Schöpfer dieser erfolgreichen Figur, hatte Bedenken, dass es dabei
ein wenig zu esoterisch zugehen könnte. Daher stoppte er das vom "Blueberry"-Zeichner
Jean Giraud alias Moebius angeschobene Projekt.
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Doch
trotzdem hat Boucq jetzt einen Western in Szene gesetzt. Als Verbündeten
fand er den gebürtigen Chilenen Alexandro Jodorowski, der nicht
nur als Filmemacher tätig ist. Jodrowski hat für Moebius schon die
durchgeknallten Abenteuer geschrieben, die der Privatdetektiv der
Klasse "John Difool"
gemeinsam mit seinem Betonpapagei Dipo erlebt.
Der Western "Bouncer"
hingegen lässt sich eher brav an. Okay, die knapp nach dem Ende
des Sezessionskrieg angesiedelte Geschichte kommt nicht ohne Härten
aus, denn es muss ja schließlich erklärt werden, warum der Held
nur noch über einen Arm verfügt. Doch insgesamt ist das "ein
Haufen Unsympathen auf Schatzsuche"-Grundmuster nicht allzu
neu, kann sich aber im Laufe der Fortsetzungen durchaus noch entwickeln.
So bleibt es Francois Boucq vorbehalten vor allem mit ungewöhnlichen
Landschaftsbildern für Stimmung zu sorgen.
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