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Alberto
wohnt in einer gemütlichen kleinen Altstadt-Eckwohnung, direkt
über einer Bar. Er sinniert über den weiteren Verlauf
seines Lebens. In einem Tagebuch-Eintrag fragt Alberto sich, ob
er sich der “Faszination des Materiellen“ hingeben soll, obwohl
er doch schon eigentlich alles hat was er braucht. In Tag- und
Nachträumen malt er sich Alternativen aus. Seine kleine Wohnung
wird dabei z. B. zum gewaltigen Palast, zum Leuchtturm oder zum
Dachatelier eines Malers, Alberto sieht in diesen veränderten
Umgebungen jedoch nicht wirklich glücklicher aus.
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Daniel
Bosshart bekam auf dem Comic Salon in Erlangen für sein Erstlingswerk
“Geteilter Traum“ gleich den Max- und Moritz-Preis für die “Beste
deutschsprachige Comic-Publikation“. Der Schweizer ist ausgebildeter
Architekt und das ist seinen detailreich ausgestatteten Bildern
von Innenräumen und Fassaden auch anzumerken. Wenn Albertos schlichtes
Bett in dessen Träumen zum Himmelbett wird, kommen Erinnerungen
an Winsor McCays ebenfalls sehr opulent ausgestatteten “Little
Nemo“-Comics auf. Auch “Alberto“ lässt sich auf vielerlei Arten
lesen und Bosshart verzichtete, abgesehen von einem kurzen Auszug
aus dem Tagebuch seiner Hauptfigur gänzlich auf (erklärende) Texte.
Bossarts
Comic überzeugt durch den sehr eigenständigen Zeichenstil, der
auf starke Konturen und kräftige Farben setzt, durch das spannende
Seitenlayout und die zur eigenen Interpretation anregende offene
Erzählweise .
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