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Matsushita Kenji reist nach Seattle um seinen verstorbenen
Vater in dessen japanische Heimat zu überführen. Dieser
arbeite für einen japanischen Großkonzern mit dem er
auch familiär verbandelt war. Angeblich hatte Kenjis Vater
Seppuku begangen, nachdem entdeckt wurde, dass er Firmengelder
unterschlagen hatte. Doch Kenji kann daran nicht glauben und gemeinsam
mit der äußerst schlagkräftigen Sekretärin
Andrea setzt er alles dran um die Unschuld seines Vaters zu beweisen
Fast
schon im Stile eines europäischen Comicalbums erzählt
Dan Wickline hier auf 48 Seiten eine in sich abgeschlossene Geschichte.
Besonderen Reiz gewinnt “Blood Stained Sword“ dadurch, dass sich
die Hauptfigur Kenji dem Ehrenkodex der Samurai verpflichtet fühlt
(der zu Beginn des Comics kurz aber prägnant angerissen wird)
und daher zwangsläufig in Kollision mit den internationalen
Geschäftsgebaren von (japanischen) Großkonzernen gerät.
Ein
weiteres großes Plus ist einmal mehr das gemäldeartige
und markant reduzierte Artwork von Ben Templesmith, das schon
den Horrorschocker “30 Days of
Night“ zu einem sehr großen Gruselvergnügen machte.
Jetzt beweist Templesmith auch noch, dass er Schwertkämpfe
und attraktive Frauen graphisch ebenso gut im Griff hat wie Vampire
mit riesigen Reißzähnen. “Blood Stained Sword“ dürfte
auch jenen Lesern Spaß machen, die ansonsten wenig Interesse
an den meist arg formelhaften US-Comics und Endlosserien haben.
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