In stimmungsvollen
Schwarzweiß-Bildern erzählte Cyril Pedrosa (“Ring Circus“)
sein düster-bedrohliches Fantasy-Epos “Drei
Schatten“, das 2008 auf dem Comicfestival
in Angouleme als Bestes Album prämiert wurde. Doch
der auch als Disney-Animator tätig gewordene Zeichner
kann aber auch ganz anders, was er mit “Auto-Bio“ beweist.
In
einem ebenso lockeren wie eigenständigen Funny-Stil macht sich Pedrosa
auf höchst amüsante Weise darüber lustig, dass es nicht immer einfach
ist ein politisch-korrektes-ökologisch-linkes Leben zu
führenden. Da das Werk den Titel “Auto-Bio“ trägt, wird
der Versuch halbwegs unegoistisch und umweltschonend durchs Leben
zu kommen nicht denunziert (aber auch nicht heroisiert).
Im
Zentrum des Geschehens steht der alltägliche Kampf eines ökologisch
orientierten Familienvaters, der eine heimliche Schwäche für
Cocktail-Würstchen aus der Dose hat. Ständigen Schwankungen
unterworfen ist auch das Verhältnis der Hauptfigur zu den Deutschen.
Zunächst sind diese schießwütige Fußball-Boches,
dann sanftmütige Grüne und “eine Nation mit blühender
Kultur“, was jedoch wieder in Frage gestellt wird nachdem der
Sohn “Tokio Hotel“ entdeckt hat.
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