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Anno 1602 ist Königin Elisabeth besorgt angesichts des
selbst für englische Verhältnisse kaum noch auszuhaltenden Wetters,
der Himmel hat sich blutrot verfärbt. Sie ruft zwei Berater zu
sich: Ihren obersten Agenten Sir Nicholas Fury
und den Magier Stephen Strange, die beide versuchen den seltsamen
Phänomenen auf die Spur zu kommen. Als weitere Helfer fungieren
u. a. ein blinder Barde ohne Furcht, Carlos Javier und die hochbegabten
Insassen seiner Erziehungsanstalt, eine vierköpfige Reisegruppe
die in der neuen Welt durch einen Schiffsbruch ungeahnten Veränderungen
ausgesetzt ist sowie ein gewisser Peter Parquagh, der partout
nicht von einer seltsamen Spinne gebissen werden will.
Der englische Kultautor Neil Gaiman ("Death") holt bei seiner Frühgeschichte des
Marvel-Universums sehr weit aus. Eingebettet in eine spannende
Geschichte bietet er faszinierende Urversionen von vertrauten
Superhelden wie "Spider-Man" oder den "X-Men".
Doch es gelingt ihm tatsächlich den Bogen so zu spannen, dass
die Geschichte tatsächlich ins heutige Marvel-Universum eingebettet
ist und nicht etwa in den Bereich “Elseworld“ gehört.
Adäquate Unterstützung fand er im Zeichner Andy Kubert
("Origin") und auch die an
alte Holzschnitte erinnernden Titelbilder von Scott McKowen sind
eine Klasse für sich. Panini veröffentlicht die in den USA aus
8 Heften bestehende Miniserie in zwei Sammelbänden.
Ein besonderes Schmankerl ist dabei die Eröffnungsseite
des zweiten Bandes. Hier sind Zeichner und Autor zu sehen und
Kubert meint zu Gaiman: „“Ich hoffe nur, Du weißt was Du tust.“
Dieser Eindruck kann mitten in der schon einige Narvel-Grundkenntnisse
voraussetzenden Lektüre schon einmal entstehen. Doch insgesamt
und dank zahlreicher Überraschung am Ende der Geschichte gilt
bei “1602“ keinesfalls “Denn sie wissen nicht was sie tun“.
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