Der Abenteurer
John Hill trifft in der Wildnis einen mysteriösen Fremden, der wie
er selbst ohne Plan und festes Ziel unterwegs ist. Mit Erstaunen erfährt
er von dem Fremden, dass dieser der legendäre Revolverheld Wild Bill
Hickok ist. Hill ist beeindruckt, denn er hat schon viel von Hickoks
Heldentaten gehört. Je länger die beiden aber zusammen unterwegs sind,
desto mehr kommen Hill Zweifel an seinem Gefährten: ist Hickok wirklich
ein solch furchtloser und fairer Kämpfer wie die Legenden behaupten,
oder doch nur ein zwanghafter Aufschneider und brutaler Mörder? Wie
dem auch sei, Wild Bill hat sich jedenfalls im Westen nicht nur Freunde
gemacht: der 16jährige Monroe ist fest entschlossen Wild Bill, den
er für den Mörder seines Vaters hält, zu erschießen, und auch der
Kartenhai Dave Tutt plant Rache an ihm zu üben, denn zwischen den
beiden Männern steht eine Frau. In einem solchen Dreiecksverhältnis
der Liebe können natürlich nur die Colts die Entscheidung bringen.
In der Stadt Springfield kommt es zur letzten Konfrontation zwischen
den ehemaligen Freunden Wild Bill und Dave Tutt.
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John
Hill, der mittlerweile zum Sheriff von Springfield avanciert ist,
steht nicht nur vor der Aufgabe, den jungen Monroe daran zu hindern,
sein Leben wegzuwerfen, sondern auch das Duell zwischen Wild Bill
und Dave Tutt zu vereiteln. Ein aussichtsloses Unterfangen, denn
der Hass macht Dave blind für alle Argumente. Kann Wild Bill seinem
Ruf als unbesiegbarer Revolverheld gerecht werden?
Die
neue Romanreihe des Bastei-Verlags soll in jeder Nummer eine lose
auf wahren Begebenheiten basierende Episode aus dem Leben einer
Western-Legende wie hier Wild Bill Hickok, Geronimo (Band 7), Pat
Garrett (Band 8) und anderen bringen. Ein interessantes, wegen der
recht wenigen hierzulande bekannten Western-Legenden aber auch ein
schwieriges Unterfangen.
Wild Bill Hickoks Duell mit Dave Tutt am 21. Juli 1865 ist historisch
verbürgt, rund um diese kleine Meinungsverschiedenheit unter
Männern spinnt Bill Fargo gekonnt einen spannenden Roman darüber,
wie es wirklich gewesen sein könnte. Band 10 der neuen Reihe
wird mit einem besonderen Gustostück aufwarten: Ein Roman um Wyatt
Earp, noch aus der Feder von Western-Altmeister G.F. Unger.
Die
Latte der Erwartungen liegt hier besonders hoch, denn der Konkurrenzverlag
Kelter hatte schon seit Jahrzehnten die als Romanheftreihe und Leihbücher
immer wieder neu aufgelegte “Wyatt Earp Story“ von William
Mark im Programm, die inhaltlich qualitativ besonders hochwertig
war und beste Western-Spannung bot. Doch wer sonst als der im Sommer
dieses Jahres leider verstorbene G.F. Unger könnte eine ähnliche
spannungsgeladene schriftstellerische Spitzenleistung bieten?
Wir
freuen uns jedenfalls schon auf die weiteren Bände der Western-Legenden.
Stefan
Meduna
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