Eigentlich
dürften sie ja bereits bis zum geht nicht mehr in diversen Kunstbüchern
veröffentlicht sein, jene Werke die Vincent
Van Gogh in seinen nur 37 Lebensjahren (und genau genommen eigentlich
nur in den letzten zehn davon) schuf. Doch aus den 800 Gemälden
(und 900 Zeichnungen) werden meist doch nur jene ohnehin schon bekannten
Bilder der Spätphase in Arles ausgewählt, die mit ihren
flirrenden Farben wahrscheinlich auch wirklich die schönsten
(und eigenständigsten) Werke Van Goghs sind.
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Wer
jedoch ein wenig mehr sehen möchte und dabei erfahren will,
dass Meister nicht vom Himmel fallen, wird mit diesem vom Van Gogh
Museum in Amsterdam zusammengestellten Buch bestens bedient. Anfangs
kommen jene erdigen niederländischen (im Vorwort des Buches
auch “altmodisch“ genannten) Frühwerke zum Abdruck
von denen die im Düsteren sitzenden “Kartoffelesser“
noch am bekanntesten sein dürften. Zwischendrin gibt es auch
immer wieder Skizzen zu bestaunen in denen Van Gogh mit wenigen
Kreidestrichen in einem durchaus eigenen leicht karikierenden Stil
das bäuerliche Leben einfängt.
Die Werke aus Van Goghs Zeit
in Paris zeigen wie er sich von seinen impressionistischen Malerkollegen
inspirieren ließ und irgendwo zwischen Monet und dem Pointillismus
herumexperimentierte, bevor er schließlich in Arles (aber
auch in der Klinik in Saint-Rémy) seine berühmtesten
Werke malte. Für das Buch “Van Gogh Gemälde“
spricht auch Belinda Thomsons auf Kunsthistoriker-Slang verzichtender
Text der zusammen mit den bestens reproduzierten Gemälden nachvollziehbar
macht, wie hart (aber auch erfolgreich) Van Gogh um einen eigenen
Stil gerungen hat.
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