Als Vincent van Gogh
im Frühjahr 1886 in Paris eintraf, hatte sich dort bereits der Begriff des
Impressionismus etabliert. Maler wie Renoir oder Monet brachen mit alten
Sehgewohnheiten, führten ihre Bilder nicht mehr detailgetreu aus, sondern
suchten nach neuen Darstellungsformen. Ihre Bilder setzten sich jedoch eher mit
dem bürgerlichen Leben auseinander und sie wurden daher als Maler des
"Grande Boulevard" bezeichnet.
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In
den engen Gassen des damals noch ländlichen Künstlerviertel Montmatre
herrschte ein reges Nachtleben. Hier rief van Gogh die sogenannten
"Maler des Petit Boulevard" ins Leben. Er versuchte er
sich gemeinsam mit so unterschiedlichen Künstlern wie Paul Gauguin,
Paul Signac oder Toulouse-Lautrec an neuen avangardischen Ausdrucksformen.
Der vorliegende Buch ist zugleich
der Katalog einer Ausstellung, die zunächst in Saint Louis und dann
in Frankfurt/Main gezeigt wurde. Durch die Zusammenstellung der
Bilder wird belegt, wie sich die Künstler zwischen 1886 und 1890
gegenseitig beeinflussten. Dies gilt vor allem für die Pariser Zeit,
die im Buch auch chronologisch umfassend dokumentiert wurde.
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