Earl Silas
Tupper war ein äußerst einfallsreicher Mensch. Er erfand
unverzichtbare Dinge wie Kleiderbügel für Krawatten, farbige
Stricknadeln und Haken um Strumpf und Strumpfhalter zu verbinden.
Weltruhm erlangte er jedoch erst als er ab 1942 Haushaltsgefäße
aus Polyethylen herstellte. Doch die ersten Produkte überzeugten
noch nicht sonderlich, die Behälter verfärbten sich und
das in ihnen aufbewahrte Essen bekam einen unangenehmen Beigeschmack.
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Doch
Tupper, der als einer der ersten Unternehmer seinen Namen direkt
auf die Produkte druckte, bekam alle Fabrikationsprobleme in den
Griff. Sehr erfolgreich wurden farbige Schüsseln mit ultrasicherem
Patentverschluss. Wichtiger war jedoch, dass die Tupperware Anfang
der Fünfziger Jahre nicht mehr durch Vertreter sondern durch
engagierte Hausfrauen auf so genannten Tupperpartys vertrieben wurde.
Ab 1961 produzierte Tupper auch in Belgien und der weltweite Siegeszug
war nicht mehr aufzuhalten.
Auch in Museen hat Tupper Einzug gehalten und die schlichte Funktionalität
der zeitlosen Produkte begeistert Designer und Sammler. Luftdicht
verschlossen in einer (seltsamerweise mit einer Uhr versehenen)
Tupperdose erschien zu einer Ausstellung im Design Museum Gent ein
Buch, dass über die Firmengeschichte und über die Besonderheiten
des Tupperdesigns informiert. Noch wichtiger sind jedoch die fast
1000 Abbildungen mit dem gesamten europäischen Tupperware-Sortiment,
darunter einige reichlich seltsame Auswüchse wie Fingernagelbürsten,
Mosaikbilder, Bilderrahmen, ein Fotoapparat oder Noahs Arche. Es
fehlen eigentlich nur noch Sockenhalten, Krawattenbügel und
farbige Stricknadel, aber die hatte Earl Tupper ja wie gesagt bereits
zuvor produziert.
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