Endlich
ist Frank McCourt als 18jähriger am Ziel seiner Träume in New York,
aber kein Mensch hat dort auf einen armen irischen Einwanderer gewartet.
Frank findet sich als Hotel-Boy wieder. Als menschlicher Fußabstreifer
der Hotelgäste, als Dreckputzer und Toilettenreiniger. Die Träume
sind dahin. Und Frank ist allein. Vom ländlichen irischen Limmerick,
wo es zwar Hunger gab, aber auch menschlichen Zusammenhalt, in die
Stadt der Betonmenschen. Hier hat er nur noch den Hunger. Frank findet
das zum Kotzen.
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Und
kotzt an seinem ersten Weihnachtsabend den Punsch seiner Zimmerwirtin
in ihren Hausgang. Trost will er finden, in der Gemeinschaft der
Kirchgänger. Aber auch aus der Christmette vertreibt man ihn, denn
Sitzbänke sind für Abonnenten reserviert. Aber die katholische Kirche
nimmt sich jeder Seele an, egal wie. Bei Frank in Form eines schwulen
Priesters, der gerne junges Frischfleisch auf der Matratze hat.
Dafür gibt's für Frank auch mal einen Restaurantbesuch zum Satt
essen.
Fortsetzungen von Bestsellern haben es schwer. Sie werden immer
am Erstling gemessen. "Die Asche
meiner Mutter" war von Frank McCourt jedoch nie als Bestseller
geplant. Deshalb schreibt er in "Ein rundherum tolles Land"
seine Lebensgeschichte einfach weiter. Im gleichen Stil wie in seinem
Erstling. Vielleicht ist dies das Geheimnis allen Erfolges: Sich
einen Teufel um die Meinung Anderer zu scheren und einfach sein
Ding durchziehen. Im Schreiben wie im Leben.
G.
N.
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