Der Jugendliche Mort findet ums Verrecken keine Lehrstelle, ist er den Lehrherren doch entschieden zu tölpisch. Das mit dem “verrecken“ ist beinahe wörtlich zu nehmen, denn als er schließlich und endlich doch einen Lehrherren findet, stellt sich heraus, dass dieser niemand geringerer als Gevatter Tod ist. Aber auch diese unangenehme Arbeit muss schließlich getan werden, und so geht Mort seiner neuen Beschäftigung unverzagt nach, insbesondere, da sich sein neuer Chef als überaus umgänglich erweist.
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Auch
wenn er die unangenehme Gewohnheit hat, in GROSSBUCHSTABEN zu sprechen.
Früher oder später muss man auch an seine Nachfolge denken, und
Adoptivtochter Ysabell ist für dieses gruselige Amt ganz und gar
ungeeignet. Da Mort sich als fleißig und gelehrig erweist, fasst
Gevatter Tod seinen neuen Lehrling als Nachfolger für seinen Job
ins Auge. Aber bis dahin ist es ohnehin noch weit, aber ein Urlaub
kann nicht schaden. So macht sich der Tod auf in die Menschenwelt,
um einmal etwas anderes zu erleben, und überträgt seine Pflichten
vorläufig seinem Lehrling Mort. Bei seinem Vertretungsauftrag handelt
es sich um eine Prinzessin, die bei einem Attentat ums Leben kommen
soll. Aber wie das Leben so spielt: Mort verliebt sich in Prinzessin
Keli und nimmt anstelle ihres Lebens das des Attentäters. Doch diese
Eigenmächtigkeit bringt das gesamte Gefüge von Zeit und Raum durcheinander,
und eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes droht...
“Gevatter
Tod“ erschien (im Original) erstmals 1987 als vierter Roman von
Terry Pratchetts Scheibenwelt-
Reihe. Alle Romane und Kurzgeschichten dieser Reihe handeln
auf besagter Scheibenwelt, welche im All auf dem Rücken von vier
Elefanten thront, welche wiederum auf dem Rücken einer Schildkröte
stehen.
Fazit:
Bereits ein Klassiker (von dem auch eine Comic-Version existiert)!
Die Abenteuer von Mort und dem schrulligen TOD sind einfach witzig,
spannend und unterhaltsam. Terry Pratchett ließ noch 34 weitere
Scheibenwelt-Romane und etliche Kurzgeschichten mit immer wieder
auftretenden Charakteren wie Oma Wetterwachs oder Zauberer Rincewind
folgen, leider konnte er das Niveau der frühen Romane in keiner
Weise halten. Die bemühte Witzigkeit der aktuellen Scheibenwelt-Erzählungen
und das endlose Ausschlachten des Themas macht das Lesen dieser
Bücher beinahe zur Qual. Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen.
Aber
das soll uns das Lesevergnügen an den gelungenen früheren Romanen
wie diesem nicht schmälern. „Gevatter Tod“ ist und bleibt eine gute
Empfehlung für jeden Freund schräger Fantasy.
Stefan
Meduna
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