2004 verkaufte
Morgan Spurlock eine Sache als experimentellen Selbstversuch, der
für etliche seiner Mitmenschen schon fast normal ist. Er ernährte
sich 30 Tage lang ausschließlich bei McDonalds, outete sich
allerdings als Weichei als er schon am zweiten Tag kotzen musste.
Das (abgesehen vielleicht von der nachlassenden Liebesfähigkeit)
eigentlich zu erwartende Resultat (Gewichtszunahme, kritischer Cholesterinspiegel,
schlechte Leberwerte) verarbeitete Spurlock zu einem ebenso bissigen
wie informativen Dokumentarfilm.
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“Super
Size Me“ lief im Windschatten der Michael Moore Dokus überaus erfolgreich
in den Kinos, erhielt eine Oscar-Nominierung und brachte McDonalds
dazu, die Kunden nicht mehr zu fragen, ob ihr geordertes Menü “supersized“,
also mit noch mehr Fritten und Blubberbrause aufgerüstet, werden
soll. Bald noch wichtiger als Spurlocks plakativer Selbstversuch
waren die zahlreichen kleinen erschütternden Beobachtungen über
die US-Ernährungsgewohnheiten, die Spurlock ebenfalls in seinem
Film aufarbeitete.
So
besteht auch die Speisung in den Schulen schon fast ausschließlich
aus Fastfood und es könnte ohne zusätzlichen finanziellen Aufwand
problemlos deutlich gesündere Kost angeboten werden.
Jetzt
hat Morgan Spurlock (spät aber nicht zu spät) seine Erkenntnisse
zu einem ebenfalls sowohl bissigen wie auch amüsanten Buch verarbeitet,
dass sich zwar auf die Verhältnisse in den USA konzentriert, doch
leider ist die restliche Welt in die selbe Richtung unterwegs.
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