Es begann
bereits 1879 in Giengen an der Brenz. Margarete
Steiff entdeckte in einer Zeitschrift die Schnittmuster für einen
Spielzeugelefanten. Sie begann mit der Produktion von Tieren, die
aus einer Hülle aus Filz bestanden, die mit Scherwolle oder Filzabfällen
gefüllt wurde. Richard Steiff, der Neffe von Magarete, fand diese
unbeweglichen Spielzeuge jedoch ein wenig unbefriedigend und so erfand
er 1902 den ersten Spielzeugbären mit drehbaren Kopf und Gliedern.
Dieser wurde zu einem gewaltigen Erfolg auf der ganzen Welt. 1906
erhielt er in den USA in Anspielung auf den populären Präsidenten
Theodor "Teddy" Roosevelt seinen endgültigen Namen.
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Richard
Steiffs Teddybären-Prototyp, der legendäre 55PB (55 cm hoch, Plüsch,
beweglich), ist bis heute unauffindbar und auch das vorliegende
sehr sorgfältig recherchierte Buch enthält nur eine stark retuschierte
Fotografie. Um hinter das Geheimnis der Gelenke des Ur-Teddys zu
kommen, wurden Röntgenaufnahmen am zeitgleich entstandenen Aff 60PB
unternommen, die zeigen, wie geschickt Richard Steiff mit Kordel
und Pappscheiben für ein Skelett im Plüschtier sorgte.
Der Autor von "100 Jahre
Steiff Teddybären" ist der Unternehmer Günther Pfeiffer, selbst
begeisterter Teddy-Sammler. Ein Kapitel des Buches zeigt, dass gerade
Banker und Unternehmer die Produkte aus dem Hause Steiff nicht nur
als sentimentale Kindheitserinnerung, sondern auch als krisensichere
Wertanlage schätzen. So sind mehrere 100.000,- Euro für einen Teddy
aus dem Jahre 1905 auf Auktionen keine Seltenheit. Also nichts wie
ab in die Spielzeugläden und dort das Geld in Teddys anlegen. Pfeiffer
hat mittlerweile übrigens ein ebenso reich bebildertes Buch
übe "125 Jahre Steiff Firmengeschichte"
verfasst.
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