2011: Wieder einmal haben sich die Südstaaten Nordamerikas von den USA losgesagt, der zweite Sezessionskrieg ist in vollem Gange. Das Reich Thule erkennt die Konföderierten Staaten von Amerika an und tritt an deren Seite in den Krieg ein, nicht zuletzt deshalb, weil man sich einen Bündnispartner gegen die außerirdische Bedrohung durch die AIn erhofft.
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Dank
der unendlich überlegenen militärischen Hochtechnologie
aus deutscher Wertarbeit und der relativen Unangreifbarkeit Thules
unter dem ewigen Eis glaubt so mancher Neuschwabenländer an
ein leichtes Spiel in diesem Krieg. Wie sehr sie sich getäuscht
und die Skrupellosigkeit des Feindes unterschätzt haben, sollen
sie nur zu bald erfahren. Eine Atombombe der Yankees vernichtet
Atlanta gänzlich. Zwar gelingt ein Vergeltungsschlag Thules
durch ein Bombardement New Yorks, doch schon tauchen neue dunkle
Wolken am Horizont auf. Amerikanische Truppen fallen in das für
uneinnehmbar gehaltene Thule ein, ermöglicht durch Verrat aus
den eigenen Reihen. Soll einmal mehr ein deutsches Reich durch einen
Dolchstoß in den Rücken fallen? Doch noch ist nicht aller
Tage Abend...
Torn
Chaines lässt dem Leser in diesem vierten Band keine Zeit zum
Atemholen und wartet mit rasanter Nonstop-Action auf. Spätestens
jetzt wird dem Leser klar, warum diese Serie zur sogenannten “Military
Fiction“ gezählt wird: es gibt keine Serie auf dem
deutschen Markt, die "Stahlfront"
an kompromissloser Härte gleichkäme.
Fazit: Zugegeben, ich war bei der
Lektüre erst ein wenig enttäuscht, dass die von Torn Chaines
gewohnten, mit augenzwinkerndem Humor erzählten skurrilen Szenen
diesmal ein wenig dünn gesät sind, nichtsdestotrotz ist
"Verrat um Thule“ ein neuer Höhepunkt in
der rasanten SF-Saga des amerikanischen Autors. An politischer Nichtkorrektheit
fehlt es auch diesmal wahrlich nicht, so erfahren wir diesmal ein
wenig mehr über die gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse
in Chaines‘ "Utopia“ Thule. Man kann fix
damit rechnen, dass das wieder für einiges Aufsehen in der
ansonsten so gemütlich-schläfrigen deutschen SF-Szene
sorgen wird, von den Bewohnern des Blumentals erst gar nicht zu
sprechen. Torn Chaines wird mit seinen als "Military Fiction“
verpackten Schlüsselromanen seinem Ruf als unbequemster und
umstrittenster SF-Autor des 21. Jahrhunderts wieder einmal mehr
als gerecht – und seien wir ehrlich: haben wir etwas anderes
von ihm erwartet?
Stefan
Meduna
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