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"Brüder kann man sich nicht aussuchen. Freunde schon.
Das ist der gewaltige Unterschied. Daniel ist mein Freund.“
Innsbruck in den 30er Jahren: Daniel und David sind die Söhne
eines Generals und von Beginn an unzertrennlich. Die Kindheitsidylle
findet ein jähes Ende, als sehr dunkle politische Wolken
aufziehen: Hitlers Einmarsch in Österreich und der nahende
entsetzliche Krieg. Die Jungen werden in das perfekte System des
Grauens integriert und steigen in der Hierarchie der Hitlerjugend
unaufhaltsam auf. Im vorletzten Kriegsjahr werden die Jungen zur
Wehrmacht eingezogen.
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Für Daniel ist es ein Schock, als er einem Familiengeheimnis
auf die Spur kommt, denn David ist in Wahrheit gar nicht Daniels
Zwillingsbruder, sondern jüdischer Abstammung. Der Liebe
der Brüder tun diese Enthüllungen keinen Abbruch, aber
schon droht neues Unheil: ein enger Freund der Familie wird als
angebliches Mitglied einer Widerstandsgruppe verhaftet, Daniel
soll auf Bitte seines Vaters nach Berlin reisen und belastende
Briefe vernichten.
Durch eine skurrile Verkettung von Zufällen wird Daniel bei
einem Casting der UFA in der Kaserne für einen Propagandafilm
“entdeckt“. Dietmar Schönherr ist den meisten Fernsehzuschauern
wohl als Commander McLane der “Raumpatrouille
Orion“ und als Synchronsprecher von Hollywoodgrößen
wie James Dean, Steve
Mc Queen oder Sidney Poitier bekannt, doch auch als Autor ist
er seit langer Zeit aktiv: sein erstes Buch “Achtung Aufnahme“
erschien bereits 1944.
Sein neuester autobiographischer Roman „Sternloser Himmel“ erzählt die Geschichte zweier ungleicher und doch stets so eng verbundener Brüder, die die Facetten von Schönherrs eigener widersprüchlicher Persönlichkeit symbolisieren sollen. Die Geschichte vom Anfang einer Schauspielerkarriere und die Chronologie eines erstaunlichen Lebens ist fesselnd und bewegend geraten und darf als durchaus gelungen betrachtet werden.
Stefan
Meduna
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